Triton

mmn...T=R=I=T=O=N

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..................Breaking News aus Lauterbach und Umgebung
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Auf dieser Seite werden die radikal wichtigsten Ereignisse in und um Lauterbach schonungslos
berichtet. Manches mag man Satire nennen, und die darf ja zum Glück alles. Wer seinen Senf zu einzelnen
Beiträgen abgeben oder eigene Beiträge anbieten möchte, der kann mit der Redaktion Kontakt aufnehmen
(s. Impressum). Vielen Dank an die bisherigen Einsender!

Aktualisierungen erfolgen nach Bedarf - denn Breaking news geschehen nicht jeden Tag.
Nicht einmal in Lauterbach!

 

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Logo 11. Februar 2017 ...Lauterbach ...
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Die neue Umgehungsstrasse B254 n um Wartenberg und Lauterbach kommt - nur
nicht für Wartenberger und Lauterbacher, sondern nur für die Menschen, die an
den beiden Gemeinden vorbei fahren wollen, für die Wachstumsphantasien unserer
Politiker und den Spieltrieb und das Einkommen der Stadtplaner. Das war das Ergebnis
des LA Forms B 254 n am 10.2.17 in der Aula der Schule an der Wascherde.
=TRITON= hat ein U-Beiboot in die Veranstaltung eingeschleust und bietet daher einen
alternativen Bericht zur Veranstaltung, den man hier lesen kann.

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Logo 9. Februar 2017 ...Lauterbach ...
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Zahlreiche Menschen beklagen sich, dass sie ihre alte "gelbe Tonne" abgeben mussten,
aber keine neue bekommen haben. Hintergrund dieser Umstellung ist, dass es einen neuen
Anbieter gibt, die Firma Knettenbrech, welche in Zukunft die gelben Tonnen im Auftrag des
ZAV entsorgt, aber natürlich niemals eine Tonne leeren würde, auf der statt der eigenen ein
anderer Firmanname prangt.

Wir konstatieren gleich: Müllvermeidung ist nicht das Thema der mit der Müllentsorgung
betrauten Firma, stattdessen entsorgen sie erstmal tausende Tonnen der Vorgängerfirma,
die eigentlich noch getaugt hätten, um ihre neuen an den Mann zu bringen.

Also gut, neue gelbe Tonnen. Mancherorts ging das problemlos, andernsorts kamen keine oder
nicht genügend neue Tonnen an, auf denen "Knochebrech" steht. Die Leute ohne Gelbe Tonne
stopfen also nun den Plastikmüll in ebensolche Säcke und hoffen, dass er mitgenommen wird.
Aber denen kann nun geholfen werden.

Im malerischen Lauterbacher Ortsteil "Eisenbach" gibt es sechs Haushalte, die jeder eine gelbe
Tonne bestellten. Geliefert wurden 15, die nun gegenüber des Gewölbekellers für den touristischen
Aussichts-Höhepunkt im Bereich Lauterbach sorgen:


Nie bestellte ungebrauchte "gelbe Tonnen" bei Schloss Eisenbach. Aus dem Fremdenverkehrs-
werbekatalog der Kreisstadt Lauterbach.

Wer also bisher keine gelbe Tonne hat, der möge doch einfach nach Eisenbach reisen und sich eine
holen. Umgekehrt geht das übrigens auch: wer eine brauen Tonne bekommen hat, ohne sie zu wollen
(und sie auch per Mail mehrfach abbestellt hat, was freilich vom ZAV keiner Antwort gewürdigt wurde),
der kann sie einfach auf die Straße stellen. Nach nicht einmal einem halben Jahr wird diese Tonne dann
abgeholt.
Was würden wir nur ohne den ZAV machen und ohne sein Oberhaupt Rainer-Hans Vollmöller-Knettenquetsch,
der in dieser Aufgabe regelrecht aufgeht und sicher immer alles im Griff hat? Fragt sich der Bordstinker
von der =TRITON=

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Logo 31. Oktober 2016 ...Lauterbach ...
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Halloween ist es, schaurige Gestalten schleichen durch die Gegend, alles nicht so tragsch,
jedoch: nun wurde (endlich) auch in Lauterbach der erste Horror-Clown gesichtet.

Nachdem sogar in Grebenau schon diesem modernem Trend gefolgt wurde, machte man
sich in der Kreisstadt schon Sorgen, nicht mehr auf der Höhe der Zeit zu sein.

Mit irrem Gerede und wilden Gesten erschreckte der Horror-Clown ahnungslose Mitmenschen
im Bereich des Lauterbacher Marktplatzes! Mit seiner Motorsäge des Grauens, von der das Blut
troff, könnte der Clown auch mitverantwortlich für so manches sein, was in der letzten Zeit
in Lauterbach um- und abgesägt wurde!

Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, nur dem =TRITON= Bordfotografen ist es
gelungen, ein Bild in schwärzester Nacht zu schießen.

Das Grauen geht um in der Kreisstadt!

 

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Logo 18. Oktober 2016 ...Lauterbach ...
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In Lauterbach und Umgebung ist es Herbst geworden. Andernorts fallen da die Blätter,
hierorts fallen die Bäume.
Alles begann damit, dass die Landesbehörde zur Verhinderung von Mobilität „Hessenmobil“
zur Abwechslung die B275 zwischen Lauterbach und Herbstein sperrte, um bei der Abfahrt
Eisenbach ca. 50 alte Bäume zu fällen. Eigentlich wusste man das seit langem, aber plötzlich
erwachte in fünf bis sechs Vogelsbergern eine Art partielles Umweltbewusstsein, weil der
„Gesichterbaum“ gefällt werden sollte. Das war eine Erle direkt an der Straße mit einem
großen Krebsgeschwür, das wie ein Gesicht aussah.


Am Tag nach der Tat: so sah der Gesichterbaum" aus, als Hessenmobil mit ihm fertig war.

Die anderen langweiligen 20 Meter hohen alten Bäume interessierten in diesem Zusammen-
hang nicht. Die Krokodilstränen um diesen Baum führten dann dazu, dass Hessenmobil den
als ersten fällen ließ, damit nicht noch jemand sonst protestieren würde. Aber egal, erleichtert
titelte unsere stets kritische Tageszeitung, der Baum sei nun  ja gerettet worden (s. Bild oben),
denn das Geschwür-Gesicht werde einem „Künstler“ zur Verfügung gestellt, der es bearbeiten
und im Schlosspark Eisenbach ausstellen wolle. „Krebspatient gerettet – sein Geschwür kommt
ins Museum“ würde das Ganze als Meldung auf den Menschen übertragen lauten, aber gut.
Leider kommen die partiell Umweltbewussten nicht auf die Idee, sich zum Beispiel gegen den
Bau der Ortsumgehung Wartenberg/Lauterbach B 254 n auszusprechen (Link), bei der riesige
Landschaftsbereiche unter Asphalt verschwinden und zahllose Bäume weichen müssten.
Überhaupt ist der Lauterbacher hier völlig entspannt, viele sagen, auf das Thema angesprochen:
„Da habe ich keine Meinung dazu“. Warum auch, es ist ja nur die größte Baumaßnahme im
Vogelsberg seit dem Bau der A5 in den 1930-er Jahren, und zwar direkt vor der Haustür. Ach so,
ja, es ist halt immer noch davor.
Nun wurde im baumfeindlichen Lauterbach noch eine Schippe draufgesetzt. Die alte Linde vor
dem Ankerturm bzw. vor dem Gasthaus zum Ankerturm wurde heute gefällt und gleich abtrans-
portiert. Da unsere Stadtverwaltung auf Bürgerbeteiligung setzt und stets um Transparenz
bemüht ist, auch gar keine Angst vor kritischen Stimmen hat, erfuhr der früh aufstehende
Lauterbacher von diesem Plan am Morgen bei der Zeitungslektüre rund 2 Stunden, bevor der
Bauhof die Kettensägen anwarf. Die Stadtverwaltung Lauterbachs, wieder einmal transparent
wie ein vierpfünder Mischbrot vom Bäcker Günther.

Für die Touristen in den städtischen Katalogen wird die Stelle freilich noch lange so aussehen:

So ein alter, den speziellen, denkmalgeschützeten Ort seit vielen Jahrzehnten prägender Baum
muss halt weg, weil seine Wurzeln das Pflaster heben und Passanten an diesem sonst so ebenen
Plätzchen zwischen zwei historischen Sandsteintreppen und Katzenkopfsteinpflaster sicherlich
gefallen wären – nachdem sie fünf Bier in der Ankerkneipe getrunken haben. Also weg das
unnütze Holz! (Dann laubt die noch – unverschämt!)
Aber was tritt an seine Stelle?
Was die Lauterbacher Bevölkerung, ja nicht einmal das Vollmöller’sche Amtsblatt bisher wissen,
das kann dank des investigativen Journalismus‘ von =TRITON=  hier veröffentlicht werden.
An diese Stelle kommt ein Denkmal eines namhaften polnischen Künstlers, das allen jenen gewidmet
ist, die an der Beseitigung der alten Ankerlinde beteiligt waren:


Der Lauterbacher Arschgesichterbaum

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Logo 31. August 2016 ...Vogelsbergkreis ...
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Große Aufregung beim Kreisbauernverband Vogelsberg! Die Islamisierung droht auch in
unseren Dörfern, ist der Sprecher der Landwirtevereinigung Richard Übe überzeugt.
Landfrauen und Tiere waren schon lange die Hauptbetroffenen von dieser bedrohlichen
Entwicklung, aber was man jetzt sehen musste, übertraf alle Befürchtungen. Damit muss
Schluss sein, fordert R.Übe für seinen Verband, Schluss mit der Unterdrückung freiheits-
liebender Heugebinde, und endlich ein Burkaverbot für Rundballen!


Verhüllt und hinter Stacheldraht. Ist das die Zukunft für
unser Heu und Stroh?

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Logo 16. Juni 2016 ...Lauterbach ...
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Lesen Sie den Lauterbacher Anzeiger! Das ist immer ein guter Rat. Aber besonders heute,
und zwar den vom 16. Juni. Und da auf Seite 19 den Artikel "Gelb-graue Sicherheit für
Sehbehinderte"! Warum? Das erklären wir hier doch gerade, Geduld!
In dem Artikel "Gelb-graue Sicherheit für Sehbehinderte" wird berichtet, dass in Grebenau
auf der Kirchentreppe ein gelb-graues Markierungsband auf die Stufen geklebt wurde,
damit keiner die Treppe herunter fällt. Diese brisante Nachricht ist dem LA doch immerhin
einen Vierspalter wert. Aber darum geht es uns ja gar nicht. Uns geht es um die Qualität
des Artikels. Es ist ein satirisches Meisterwerk, eine Sternstunde der Wortkomik. Da lupfen
wir auf der =TRITON= andachtsvoll die Kapitänsmütze und geben neidvoll zu: Da kommen
wir armen Küstenfischer nicht mit, das übersteigt bei weitem unsere Kompetenzen, da
klatschen wir begeistert mit frischen Heringen Applaus auf der Reling. Selbst die unteren
Mannschaften schlugen vor Lachen mit den Köpfen auf die Deckplanken und konnten nicht
einmal mehr Kiel holen. (Neue deutsche Rechtschreibung!) Der Autorin, gepriesen sei ihr
Name, bieten wir sofort eine feste Stelle auf der =TRITON= an, am besten als Kurbel an
der Ankerwinde. Großartig, wie sie die einzelnen Arbeitsschritte anführt und dabei
unglaubliche Spannung und eine stetige Steigerung erstehen lässt: "Das Band wurde
besorgt" - allein das schon - "Mirko und Heike Theis und Gerdi Kattner klebten es akkurat
an die Ränder der Stufen", grandios, und dies unter kühner Auslassung der Vorgeschichte,
nämlich dass Gerdi zuerst noch mit ihren scharfen Fingernägeln den Anfang des Bandes
auf der Rolle fand und abpfriemelte. Dann aber die subtile Hinleitung auf die Pointe der
gesamten Geschichte: bezüglich der Frage, ob man das revolutionäre Verfahren auch auf
der Rathaustreppe erproben könnte hofft der Bürgermeister, dass... na? Dass noch genug
auf der Rolle ist? Dass man den Anfang noch einmal wieder findet und los bekommt?
Nein, da kommen Sie nie drauf, er hofft, dass der Magistrat... mitzieht!
Ha! Solchem Witz fühlen wir uns nicht gewachsen. Wozu soll man da überhaupt noch...
Und das am frühen Morgen! Ach, kippen wir erstmal achtern einen Klaren!
Prost, die Stimmung schwappt über auf der =TRITON=

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Logo 6. Juni 2016 ...Lauterbach ...
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Heute wurde Kuh Luise im Alten Steinweg in Lauterbach vorübergehend festgenommen!
Jeder Lauterbacher kennt inzwischen das wandlungsfähige Rind, das zum Schulanfang mit
Schultüte, beim Fasching bunt kostümiert, zu Weihnachten mit Baum und Lichterkette und jetzt
ganz aktuell zur Fußball-EM im Schwarzrotgoldenen Outfit das Zeitgeschehen subtil kommentiert.
Wer genauer hinsah, dem fielen schon seit längerem die wohlgeratenen Pflanzen auf dem Balkon
des ehemaligen Werkstattgebäudes im Alten Steinweg auf, in dem heute ein Architekturbüro
untergebracht ist (das für seine phantasievollen Entwürfe bekannt geworden ist...). Unsere
Ordnungshüter hatten die verdächtigen Pflanzen aber scheinbar nicht bemerkt. Erst ein Foto
unseres investigativen =TRITON= Reporters brachte nun den Stein ins Rollen. Luise steht unter
dem starken Verdacht des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Nun verstehen wir auch, was mit dem "Zirkus der Träume" gemeint ist, für den Luise seit
einiger Zeit Werbung macht (rechts im Bild übrigens die stattliche Cannabis-Plantage des
coolen Rindvieches) und wir verstehen auch manch andere Verkleidung, in der sich das
chronisch gut gelaunte Tier in den letzten Monaten und Jahren gezeigt hat. Wir können
nur hoffen, dass das Rindviech nicht bald in Handschellen abgeführt wird, sondern
sein Halter bereit ist, die hohe Kaution zu entrichten!

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Logo 1. Juni 2016 ...Lauterbach ...
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Über den Lauterbacher Prämienmarkt hat =TRITON= im letzten Jahr schon fast alles gesagt.
Wer mag kann das weiter unten noch einmal nachlesen, es hat sich nichts Bedeutsames geändert,
außer, dass mit der Umgestaltung durch die sogenannte "Alm" auf dem Festplatz und das
Bechtheim-Weinzelt, das ab Donnerstag zum Biertzelt mutiert und danach ebenso trostlos ist wie
die Tage vorher, der Charme dieses überkommenen und mindestens vier Tage zu langen Festes
weiter bröckelt. Immerhin ist durch den Stand der Landenhäuser Dorfbrauerein bei der Lauterbacher
Musikschule zusammen mit deren Musikprogramm auch mal wieder etwas Positives hinzu gekommnen.
Alles in allem eigentlich kein Grund, noch einmal etwas zum Thema Prämienmakt zu machen, wenn
uns da nich von Achtern her eine Flaschenpost an den Rumpf geschwommen wäre mit den verzweifelten
Schilderungen eines Innenstadtbewohners darinnen, die wir hier einfach wörtlich wiedergeben möchten:

Ruhe. Stille. es ist vorbei. Schlimmer als bei einem Orkan auf hoher See schlugen die letzten Tage die
Wogen des Lauterbacher Prämienmarktes an die Bordwände unseres Hauses und brachten sie zum
Erschüttern. Doch der Reihe nach.
Als Anwohner in der Innenstadt bekam man früher eine Illuminationsausstattung vor die Tür gestellt.
Das hat man abgschafft, nun gut, ist auch beser wegen der Brandgefahr. Verwundert hatte man sich
gezeigt, dass im Müllabfuhrkalender für die Innenstadt für den Prämienmarkthaupttag 25. Mai die
Abfuhr der blauen Tonne geplant war, manche wurden sogar noch 2 Tage vorher an diesen Termin
per App erinnert. Man hat das beim ZAV freilich zur Drucklegung des Müllkalenders nicht wissen können,
liegt der Prämienmarkt doch erst seit 278 jahren auf diesem Termin. Man hat es aber im letzten Moment
noch gemerkt, alles gut.
Freilich darf man als Anwohner ab Dienstag seinen Parktplatz nicht mehr benutzen, obwohl man inzwischen
sogar dafür bezahlt. Trotzdem logisch, es geht halt nicht. Ersatzparkplätze bekommt man freilich auch nicht
angewiesen, muss man selber suchen. Auch okay.
Dann bekommt man aber ab dem Tag der Eröffnung eine völlig überdimensioniertes Bühnenzelt mit 8 Meter
Abstand vor das Haus gestellt, Öffnung direkt auf die Fenster. Ab da gibt es keine individuelle Musikauswahl
mehr, weil bis in den letzten Kellerwinkel schallt, was auf dieser Bühne geschieht. Die LCV-Gickel spielen da,
das geht. Am Sonntag aber hört man stundenlang Egerländer Blasmusik, früher von der Wallenröder "Dicke
Backe Kapell", seit 2015 vom Schwärzer Posaunenchor, was überhaupt keinen Unterschied macht. Hier sind
bereits erste Gesundheitsschäden zu verzeichnen.
Seit 18 Jahren aber spielen auf dieser Bühne am Dienstag Abend SIXX die exakt gleichen Stücke mit den exakt
gleichen Ansagen. "Lauterbach, seid ihr gut drauf?!" und "Wo sind eure Hände?!" sind die Klassiker, die die
Anwohner längst sabbernd im Schlaf vor sich hinbrabbeln. SIXX indessen baut jedes Jahr analog zum
abnehmenden Gehör ihrer Fans mehr Boxen auf, dieses Jahr 6 große Bassboxen und vier gewaltige Hochtöner,
durch die in unserem Wohnzimmer der Putz rieselt. Der Seismograph schlägt aus bei 3,5 auf der nach oben
offenen Richterskala! Wehe, wer Haustiere hat! Evakuieren ist angesagt.
Derweil glotzen besoffene Sixxfans durch die Scheiben, schmieren ihre Currywurstsoße an die Tür, später
kotzen und pinkeln sie gegen die Wände.
Am Mittwoch, wo das Fest seinen Höhepunkt hat und die berühmte dumpf-aggressive und alkoholisierte
Atmosphäre des Prämienmakts ihren Gipfel erreicht, spielt nur noch eine Band auf den Bühne gegenüber,
allerdings die exakt gleichen Stücke wie Sixx vorher. Obwohl die auf der anderen Lauterseite stehen und in
die andere Richtung spielen, vibrieren hier die Scheiben.
Dann ist es vorbei - hat man gedacht, weil nun ja der Fronleichnam-Feiertag kommt und der Rest des
Prämienmarktes sich an der Bleiche abspielt. Aber falsch. Exakt wenn am Donnerstag Morgen der Wecker
von 6:59 auf 7:00 umspringt und die Prämienmarktsmigräne Phase vier erreicht, schmeißen die Jungs vom
Bauhof ihre Laubläser und Kehrmaschinen an.





Der infernalische Radau zur frühen Morgenstunde (nachdem in der Nacht zuvor gegen 3 Uhr der Lärm
nachgelassen hatte) sorgt dafür, dass man nichts vom Tag versäumt. Stolz sind sie, die Arbeiter des
Bauhofs, auf ihre schicken und teuren Maschienen. Und sie wissen damit unzugehen. Hochspezialisiert
auf ihr spezifisches Gerät sind sie zu Virtuosen auf dem Blasrüssel geworden. Haben sie durch diese
hohe Spezialisierung den Umgang mit Besen und Schaufel verlernt? Hat man beim Bauhof noch nie
etwas gehört von Emissionsschutz, was die Lärmemissionen, aber auch den hohen Energieverbrauch
der Geräte betrifft? Effektiv sind sie eh nicht, denn trotz hingebungsvollen Blasens über das von
Zeltheringen gesprengte Pflaster muss man hinterher selber nochmal raus und mit Besen und Schaufel
die Glasscherben wegmachen, die einem das Auto kaputt machen würden, das man nun ja wieder vor
dem Haus parken darf.
Prämienmarkt, das ist halt ein Fest für alle Bürger!

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Logo 27. April 2016 ...Lauterbach ...
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Durchbruch bei der Suche nach einem Nutzungskonzept für die Lauterbacher Adolf-Spieß-Halle!
Noch vor kurzem wurde kontrovers und durchaus nicht hoffnungsvoll gestritten, wie man die 2 Mio. €
Fördergelder für die Sanierung der maroden, denkmalgeschützten Turnhalle sinnvoll ausgeben könne,
um den Kriterien für "Sport, Jugend und Kultur" gerecht zu werden, weil die Halle, so wie sie ist, auch
wenn sie energetisch saniert sein sollte, zu nichts Vernünftigem zu gebrauchen ist. "Entkernen", war
ein Stichwort, manche munkelten sogar "abreißen", denn was soll man anfangen mit einem zu kleinen
und unpraktischem Gastonomiebereich, in dem schon viele gescheitert sind, mit einer Sporthalle, die
keinen modernen Bedürfnissen genügt (Ballspielen ist dort übrigens verboten!), mit einer Kulturhalle,
deren Bühnenaufbau vorsintflutlich ist und mit einer Ausstellungshalle, die weder praktisches Be-und
Entladen ermöglicht, noch hinreichend Parkplätze im Umfeld bietet.
Ein Gesamtkonzept zur Weiterentwicklung der Halle fehlt ganz und gar.
Ursprüngliche Pläne, dass das BZL die Halle nutzen könnte, sind längst nicht mehr aktuell. Hinzu kommt,
dass die Halle nach der Sanierung jeden Monat Kosten verursacht. Die von der Stadtverwaltung bisher
geschätzten 3.000,- € pro Monat sind höchstwahrscheinlich viel zu niedrig gegriffen.

Dabei drängt die Zeit, denn die Baumaßnahme der Sanierung soll eigentlich schon Ende 2017 abge-
schlossen sein, und die Planungen noch in diesem Monat, d.h. also bis Übermorgen. Darum hat unser
Bürgermeister getan, wofür wir ihn kennen und lieben: er hat eine einsame Entscheidung getroffen und
sie hinterher von seinen parlamentarischen Hilfskräften absegnen lassen. Und was für eine Entscheidung!
Das ist ein Fanal, gerade in unseren Zeiten! Das ist ein Quantensprung hin zu einer endlich einmal ge-
glückten Integrationspolitik! Damit wird Lauterbach landauf-landab weltberühmt werden!
Die Pläne sind nun schon in Windeseile gezeichnet worden und eine Computeranimation der neuen
Spieß-Halle wurde erstellt.

Lauterbachs Bügermeister schenkt den muslimischen Neubürgern der Stadt eine Moschee!

Das Minarett wird vom Lauterbacher Architekturbüro Mölig gestaltet und nahtlos an
die Spieß-Halle angefügt (das wird eine der ganz wenigen Jugendstil-Moscheen!),
die dann natürlich auch umbenannt wird. In der muslimischen Gemeinde Lauterbachs
läuft schon ein Ideenwettbewerb zur Neubenennung. Die Stadt Lauterbach überläßt die
neu gestaltete Halle den Jüngern Mohammeds für gerade einmal 3.000,- € Miete im Monat
und ist damit aller Sorgen los. Die Rufe von den Lautsprechern am schönen neuen Turm
werden sich harmonisch mit den Chorälen der Turmbläser mischen- nur halt etwas öfter zu
hören sein. Der Integrationsorden der Bundesregierung ist unserem Bürgermeister nicht
mehr zu nehmen!

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Logo 27. April 2016 ...Vogelsbergkreis ...
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Der Landrat unseres schönen Vogelsbergkreises sucht einen Slogan für unsere Region!
Der soll so ähnlich toll sein wie der Slogan für Baden Württemberg "Wir können alles - außer
Hochdeutsch". Also witzig, griffig, symphatisch, vielleicht ein wenig selbstironisch.
(Baden Württemberg, dem es allerdings im Gegensatz zu Vogelsberg wirklich wirtschaftlich
gut geht, kann sich für sowas eine Werbeagentur leisten und muss nicht die dröge Be-
völkerung fragen!) "Ich bin für jeden Hinweis dankbar, der die Verbindung von hoher Wohn-
qualität, zukunftssicheren Arbeitsplätzen und schöner Landschaft zeigt", läßt sich der Landrat
in der Presse zitieren. Das ist einfach, denkt sich der Borddichter der Triton, das alles beschreibt
man kurz und knapp mit "Herrliches Kalifornien". Aber was hat das mit dem Vogelsberg zu tun?

Ansonsten dichtet der Landrat, wie selbstbewusst der Vogelsberger doch nun sei, wegen seiner
"modernen Wirtschaft", "starken Vereine", wegem dem angeblichen Ende der Abwanderung
(was freilich nicht für den intelligenten Teil der Bevölkerung zutrifft) und ähnlichem mehr.
Nun gut, sagt der Borddichter, wenn wir alles in Erwägung ziehen, und mal rasch aus dem Fenster
schauen, und unsere Arbeits- und Wohnbedingungen verinnerlichen und den Sympathiefaktor
unserer Mitmenschen in der Region, dann kann schon ein treffender Slogan gefunden werden.
Da ist er auch schon:

"Vogelsberg: Wir sind Kummer gewohnt! "

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Logo 13. April 2016 ...Lauterbach ...
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In Lauterbach ist eine Bombe hochgegangen! Sogar eine Atombombe!
Das erfuhr der überraschte Leser des Lauterbacher Anzeigers heute Morgen bei der Zeitungslektüre.
Komisch, wir waren doch den ganzen Tag im Ort und hatten gar nichts knallen gehört! Aber es klärte
sich ja alles auf. Die Lauterbacher CDU hatte den Knall! Sie hatte sich über eine Pressemitteilung der
SPD zum Thema Spieß-Halle derat aufgeregt, ach nein, falsche Formulierung, die Pressemitteilung
hatte derart für "Verdruss" gesorgt, dass man sie wie die Explosion einer Atombombe empfunden
hatte. Stimmt, Atombomben bringen Verdruss. Kann schon mal passieren so eine Verwechslung, aber
= Triton= (als Schlachtschiff kennen wir uns da aus) hilft ja immer gerne bei Verwechslungen.
Daher, liebe CDU Lauterbach, hier nochmal zum Vergleich:

 

Atombombe: ..................................Pressemitteilung:

Ähnlich, aber nicht gleich, wie das geschulte Auge erkennt.
Eine Atombombe tötet zahlreiche unschuldige Menschen.
Eine SPD-Pressemitteilung kritisiert wenige schuldige Politiker.
Und da liegt der Hase im Pfeffer: Kritik. Die mag er ja gar nicht, der
Recep Tayyip (= Rainer Hans) Erdovollmöller alias beleidigte Leberwurst..


Archivbild

Er ließ auch sofort den einzigen Lauterbacher Juso verhaften und foltern, um die
Hintermänner zu erfahren. Und da kam Erstaunliches heraus. Wer steckt hinter dem
schrecklichen Atombombenattentat?

Dirk Jong-Un aus der Nord-Obergasse!


geheimes Archivbild

Der Schurke torpediert wieder einmal alles, vor allem den Frieden, vor allem den Frieden
im trauten Zusammensein zwichen Recep Tayyip (= Rainer Hans) Erdovollmöller, seinem
Attaché für politische Verfolgung Erwin Faußt, dem Bombenexperten Jörg Knaller und
der Kampfdrohne Habersack, die sich extra noch von der Redaktionsleiterin zu diesem
Zweck gemeinsam ablichten ließen, mit verdrossenem Gesichtsausdruck.
Erdovollmöller stellte nun Strafantrag gegen Dirk Jong-Un wegen Atomterrorismus.

Der LA widmete diesem beleidigten Quatsch nicht nur die halbe erste Lokalseite, sondern
auch noch einen Leserbrief des erbosten Lothar Pietsch, um noch einen draufzusetzen.
Der berichtet, doch, man habe ja sich gaaanz arg angestrengt für ein Konzept. Freilich
habe man nun trotzdem keins vorzuweisen, aber gaaanz arg angestrengt habe man sich.
Muss man auch mal loben!

Zu sagen hatten die verdrossenen Politiker auf der halben Seite freilich nichts. Keine
Antwort auf die ja nicht ganz unberechtigten Fragen, ob die 2 Millionen Euro für die
Spieß-Halle überhaupt sinnvoll ausgegeben werden könnnen. Davon lenkt man lieber
durch die Entrüstung über die Kritik ab.

Tatsächlich langen die 2 Mio. Euro wohl allenfalls dafür, so halbwegs das auszugleichen,
was über Jahrzehnte vernachlässigt wurde. Zum Beispiel für eine neue Heizung,
vielleicht ein neuer Fußboden, und neue Spucknäpfe für die Tumaba-Feierlichkeiten.
Die Halle versetzt man dann in etwa in den Status wie vor 20 Jahren - und der ganze
Blödsinn geht von vorne los. Man bräuchte halt erst einmal eine Idee, aber welche?
In Alsfeld zum Beispiel hat man die Stadthalle an Vobitz verkauft. Gut oder schlecht, es
wäre eine Möglichkeit.
Freilich könnte eine Stadt, die vorhat, etwas zu leisten, auch selbst eine Veranstaltungs-
halle bewirtschaften und punktuell vermieten, und könnte damit auf Dauer vielleicht sogar
die Kosten für Heizung, Strom, Wasser, Hausmeister und Reparaturen herein bekommen,
andere machen das ja auch. Aber hier zeigen die Lauterbacher CDU-Politiker Selbsterkenntnis.
Wenn sie das schon bei Eisbahn, Schwimmbad, Musikschule und anderen Einrichtungen weder
hinbekommen noch überhaupt wollen, warum dann hier?
Aus dem ganzen Beleidigtsein spricht nur die Peinlichkeit, dabei ertappt worden zu sein,
Gelder beantragt zu haben, ohne überhaupt zu wissen,was genau man damit machen will.

Eigentlich sagte die Pressemitteilung der SPD aber in erster Linie, dass die SPD der Meinung sei,
das Thema gehöre ins Stadtparlament. Auch auf diesen Einwand lässt man sich nicht ein.
Kurz: eine große Nullnummer mehr im endlosen Spießhallendrama, und die Stadtregierung
startet mit einem grandiosen Sommerlochfüller in den Frühling.
Weiter so!

 

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Logo 8. April 2016 ...Lauterbach ...
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Nun hat sie sich also zusammengefunden, die neue Regierungskoalition aus CDU und
FDP, die nach der Wahl im März Lauterbach regieren möchte. Unsere Zeitung, der
Lauterbacher Anzeiger, berichtet ausführlich darüber.
Zunächst wurden natürlich die Personalien festegelegt, wobei es eigentlich keine
Überraschungen gab. Die Baufirma Metzendorf wird auch in Zukunft genug zu bauen
bekommen, und auch sonst ändert sich eigentlich nichts. Dass das "Hauptaugenmerk"
der neuen Koalition auf "Wirtschaft und Finanzen" gelegt werden soll wundert auch
nicht, sind Wirtschaft und Finanzen doch das, was die CDU seit Mitte der 1990-er Jahre
in Lauterbach bereits zugrunde gerichtet hat. Nun eben mit der erstarkten FDP, also
jener Partei, die mutmaßlich rund 6% der Wähler in Lauterbach deswegen gewählt haben,
weil hier keine AfD auf dem Stimmzettel stand, als Not-Interessensvertreter der Nazi-
Mitläufer also.

Inhaltlich hat man sich jedenfalls einiges vorgenommen, wobei das meiste der 14 Punkte,
die der LA am 8. April aufzählt, bei genauerem Hinsehen schlicht bedeutet, dass nichts
geändert werden soll:

Punkt 1:
Was beschlossen war soll auch wirklich gemacht werden. (Grundsteuersenkung)
Hört hört!
Punkt 2: Man kann ja mal gucken, was man noch kaputt sparen kann. Man nennt das auch
mangelnde Wirtschaftskompetenz.
Punkt 3: Unternehmen, Handwerk, Handel und Kommunalpolitik sollen sich vernetzen -
genau das wäre schon seit Jahren Aufgabe der Kommunalpolitik gewesen und bleibt reine
Worthülse, vor allem der Blick auf die "Lebensqualität", an der die Wirtschaftslobbyisten ja
noch nie ein Interesse hatte.
Punkt 4: Neukonzeption des Tourismus im Verbund mit weiteren Kommunen - scheiterte
bisher an der Unfähigkeit der Lauterbacher CDU-Politiker, mit anderen Kommunen partner-
schaftlich umzugehen.
Punkt 5: Ablehnung des Bahnhofsgeländekaufes - ja, das bringt Lauterbach voran!
Punkt 6: Man begrüßt es, wenn andere endlich mal was machen (Hochschulstandort).
Immerhin.
Punkt 7: Die Ablehnung von Parkgebühren ist zwar nachvollziehbar, kann aber auch kaum
als Innovation verkauft werden.
Punkte 8 und 9: Auch die Kinderbetreuung soll erhalten bleiben, welch mutige Forderung!
Punkt 10: Da will man endlich mal das machen, was es in Wartenberg seit Jahren gibt,
eine Art "Willkommenskultur" für Familien, die hier her ziehen wollen, das hat aber bei
der unfreundlichen Verwaltung in Lauterbach kaum eine Chance.
Punkt 11: Für die Spieß-Halle hat es Geld gegeben, was man genau damit anfangen will
weiß man offenbar nicht.
Punkt 12: keine Windkraft, keine Biogasanlagen, diese kategorische Ablehnung zeigt das
Steinzeitdenken der Regierungsfraktionen.
Punkt 13: Der Stadtpark wird wieder einmal ausgegraben, ebenso das Konzept des "Blauen
Bandes", über das in Lauterbach schon so viel gelacht wurde mit den zahlreichen An-
kündigungen, aus denen exakt nichts gemacht wurde. So wird es auch diesmal sein.
14. Punkt: Die Stadtwerke sollen ihre Aufgabe erfüllen, ein wirklich guter Plan!

Den Deckschrubber auf der =TRITON= erinnert das alles sehr an frühere Schulsprecher-
wahlen am Humboldt-Gymnasium, bei denen alle Kandidaten, die heute CDU-Politiker sind,
erklärten, sie würden den "Kommunikationsfluss" verbessern, was immer das bedeuten
sollte, und natürlich nie etwas bewegten.

Nebenbei als Bildunterschrift wird noch verlautbart, das Museum solle ein neues Konzept
entwickeln. Großartige Idee, zumal der bisher einzige professionelle Museumsleiter, der
wirklich konzeptionelle Ideen hatte, nämlich Georg Striehl, schon nach kurzer Amtszeit
wieder vom Museumsverein hinausgemobbt und von der Stadt fallen gelassen wurde, weil
Geld wie üblich nur für das Gebäude, nie aber für Personal und Ideen da war.

Wir erkennen also, welche herrlichen Zeiten auf Lauterbach zu kommen, ebenso herrlich wie
die vergangenen 20 Jahre unter Herrschaft sogenannter "bürgerlicher" Mehrheiten, in denen
Lauterbach so auf den Hund gekommen ist, wie es sich heute darstellt.
Der Wählerwille wird erfüllt: es ändert sich nichts.
=TRITON= freut sich, die kommenden fünf Jahre Kommunalpoltik in Lauterbach als
Geleitschiff begleiten zu dürfen!
Was die Zeitung freilich nicht liefern kann, ist der Soundtrack der stattgefundenen Regierungs-
gespräche von CDU und FDP. =TRITON= setzt an dieser Stelle einen Link, der überhaupt nichts
mit dem oben Gesagten zu tun hat, und schaut von da an optimistisch in die Zukunft!

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Logo 31. März 2016 ...Vogelsbergkreis ...
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Was wir schon immer geahnt haben, erfuhren wir Vogelsberger nun aus den Medien:
Vogelberger sterben früher!
Wir haben eine geringere Lebenserwartung als andere Hessen.

Im Lauterbacher Anzeiger (Bild) werden dafür keinerlei Gründe genannt. Anderen Medien
kann man den Zusammenhang zwischen Durchschnittseinkommen und Lebenserwartung
entnehmen: reich lebt länger, arm stirbt früher, lautet das lapidare Fazit. Im Taunus wohnen
die Reichen, im Vogelsberg die Armen, weswegen auch das Wasser von hier nach da gepumpt
wird, die Sklaven von hier nach da pendeln und so fort. Dachten wir uns alles schon, sicher.
Aber reicht uns diese Information? Dem Bordgeistlichen auf der =TRITON= nicht.


Früher Beleg für Sterben im Vogelsberg: der Totenköppel bei Meiches.

"Wenn...", so summt sich der Bordgeistliche in seinen monumentalen Bart, "wenn es
stimmt, dass im Vogelsberg früher gestorben wird als in anderen Regionen, dann muss
es doch auch bestimmte Todesursachen geben, die dort häufiger oder früher auftreten!"
Summte es und gab schon gleich bei der Bestatterinnung ein Gutachten über die
signifikanten Vogelsberger Todesursachen in Auftrag. Das Ergebnis ist erstaunlich und
mindestens ebenso wie die nackten Zahlen eine Meldung wert, findet der Bordfunker der
=TRITON= und funkt sie hiermit gleich in alle Welt:

Die 10 speziellen Vogelsberger Todesursachen

die da sind:

1. kindlicher Erfrierungstod an der Bushaltestelle
2. juveniler Unfalltod Auto gegen Baum (im Alter von 18 bis 19)
3. depressiver Suizid (wetterbedingt)
4. Privatinsolvenz / Kredithaiattacke
5. Wahlmüdigkeit
6. Kurvenschneiden
7. Vulkanausbruch
8. Alkoholvergiftung
9. Familiendrama
10. Pilzvergiftung

Und was lernen wir daraus? Wir lernen daraus, dass das frühere Ableben im Vogelsberg genau
durch das bedingt wird, was unser Leben in der Region so lebenswert macht. Und schon ist alles
nicht mehr so schlimm, gell? findet auch der Bordgeistliche von der =TRITON=

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Logo 29. Februar 2016 ...Lauterbach ...
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An diesem nur alle vier Jahre wiederkehrenden Tag muss der Bordfunker der =TRITON=
natürlich einen Funkspruch absetzen. Alle vier Jahre waren früher auch Wahlen, das hat
sich ja geändert, die letzte Kommunalwahl für Lauterbach war 2011. Für alle, die schon
immer wissen wollten, was an der Lauterbacher Kommunalpolitik eigentlich so komisch
läuft, hier nochmal das Ergebnis der Wahl vor 5 Jahren in der Sitzverteilung. Die 37 Plätze
im Lauterbacher Stadtparlament verteilten sich danach auf folgende sechs Parteien:

CDU 13 Sitze, SPD 12, Grüne 5, FDP 3, Freie Wähler (FW) 2, Die Linke (DL)1, UBL 1

Da die Parlamentarier von FDP, FW und UBL in den letzten 5 Jahren ausnahmslos mit der
CDU stimmten (weswegen mancher schon die "Unabhängige Bürgerliste" in "Untertänige
Bürgerliste" umtaufen wollte) kann man das ganze in eine "Regierungsmehrheit" von 19
Stimmen gegen eine "Opposition" von 18 Stimmen bezeichnen.

An der grundsätzlichen Sitzvereilung muss sich in 2016 ja etwas ändern, da nur noch die
vier Parteilen CDU, SPD, GRÜNE und FDP antreten. Was auch immer sich an den Mehrheits-
verhältnissen ändert, das wird sicherlich nicht durch die SPD geschehen. Warum nicht?
Wissen wir auch nicht, aber die "Genossen" sagen das selbst mit der geschickten Plazierung
ihrer Plakate (hier an der Straße zum Eichhof-Krankenhaus), wobei sie auf ihre typisch un-
beholfene Art die Lauterbacher Kommunalwahl mit "LKW" abkürzen:

So macht halt jeder Wahlkampf auf seine Weise. Die CDU dachte, es käme bei den Wählern
sicher ganz toll an, wenn kurz vor der Wahl eine Menge Geld in Form von öffentlichen Zu-
schüssen nach Lauterbach geholt würde und ließ sich daher just jetzt die Zuwendung von
2 Mio. Euro für die Sanierung der Spieß-Halle zusagen. An sich kein schlechter Gedanke, der
aber wieder auf die Dummheit der Menschen baut, von der die CDU ja ganz zuversichtlich
überzeugt ist. Niemand, so glaubt man, werde sich je fragen, warum diese Zuschuss-Akquise
jetzt plötzlich möglich geworden ist, gerade mal ein Jahr nachdem man den Turnverein durch
Untätigkeit gezwungen hat, auf sein Nießbrauchrecht zu verzichten, und nicht schon in den
letzten zwei Jahrzehnten. Und niemand, so glaubt man, wird begreifen, dass mit diesen 2 Mio.
Euro bestenfalls mal die schlimmsten Unterlassungssünden dieser Zeit ausgeglichen werden
können, keinesfalls aber der Umbau der Halle zu einem für irgendetwas anderes als den
TUMABA brauchbaren Gebäude. So gesehen aber werden diese 2 Mio. Euro - wie so viele
anderen - letztendlich herausgeschmissenes Geld sein, weil die schönste Bausubstanz nichts
bringt, wenn drinnen nichts los ist. Da fällt uns komischer Weise wieder das Rathaus ein (und
aber natürlich auch das Hohhaus...), aber lassen wir das. Geld beschafft die Stadtregierung
nunmal nur fürs Bauen, niemals z.B. für Personal. Aber auch das werden die Lauterbacher, so
glaubt die CDU, niemals verstehen, sie tun es ja selbst nicht. Wo liegt da nun der Witz, fragen
sich die treuen =TRITON=-Leser? Der Witz kommt jetzt: die CDU Lauterbach hat absolut recht
mit dieser Vermutung. Hahahahahaha!

Leider völlig vernachlässigt werden in der Zwischenzeit tolle Möglichkeiten, die städtischen
Einnahmen zu erhöhen, deswegen macht =TRITON= durch seinen Navigationsoffizier einen
konstruktiven Vorschlag. Lauterbachs Autoreparaturwerkstätten könnten abwechselnd für je
eine Woche eine Patenschaft für jenen wunderbaren Eckstein vor dem Modehaus Kumpel über-
nehmen, der minimal ein Mal pro Woche, meist an Markttagen, wenn viele rückwärts zurück
durch das Eisenbacher Tor fahren müssen, weil da völlig überraschend gesperrt ist, umgefahren
wird:

Die permanenten Arbeitskosten des Bauhofs könnten somit deutlich gemindert werden, und ein
Werbeeffekt für ein Lauterbacher Unternehmen wäre auch gleich dabei:

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Logo 24. Februar 2016 ...Lauterbach ...
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Die besten Witze zur anstehenden Kommunalwahl, das muss der Satiriker neidvoll
eingestehen, machen immer noch die Politiker selbst.
Da konnte man heute im Lauterbacher Anzeiger lesen, welche drei Hauptgründe die
Spitzenkandidaten der vier Parteien (CDU, SPD, B90/Grüne und FDP), die für das
Lauterbacher Stadtparlament kandidieren, dafür nennen, warum man ausgerechnet
ihre Partei wählen sollte. Jens Mischack (CDU) gebührt in diesem Vergleich die Ehre,
den größten Schenkelklopfer gebracht zu haben!
Unter Punkt 2 schreibt der aufstrebende Kommunalpolitiker, "Notwendig ist ein
Gesamtkonzept [...] bis hin zur Familien- und Vereinsförderung".
Ha! ... Hahahaha! Was haben wir gelacht auf der =TRITON=!

Wir erinnern uns an die 1990-er Jahre, als die Sonne (damals noch viel häufiger) auf
das kleine Städtchen Lauterbach schien. Sie schien auf die Eisbahn (getragen von den
Stadtwerken), auf eine städtische Musikschule, auf ein Amtsgericht, eine Post, eine
DAK-Filiale, auf ein Kaufhaus und einen Lebensmittelmarkt in der Innenstadt und
auf all die vielen schönen Einrichtungen, die es damals noch in Lauterbach gab. Da
passierte um das Jahr 1995 herum das für viele Lauterbacher Unfassbare: die politischen
Verhältnisse kippten, die CDU übernahm die Macht in Stadtparlament und auf dem
Bürgermeisterthron.
Schon bald begann man, just an der Vereinsförderung zu sägen. Zunächst nur bei den
unbequemen Vereinen, welche die Stadtpolitik kritisch begeleiteten, dann rasch bei
allen. Zunächst gab es nur Kürzungen, dann Streichungen, schließlich gar nichts mehr.
Im nächsten Schritt nahm man vielen Vereinen die Räume und vermietete sie dann
wieder an sie (so etwas wie ein kommunales Haus für Vereine findet man vielerorts -
in Lauterbach undenkbar). Dieser Vorgang gipfelte darin, dass am Ende da, wo die
Lauterbacher Stadtverwaltung versagt hatte, zum Beispiel bei der Spieß-Halle,
die Vereine aufgefordert wurden, das Haus doch zu übernehmen und wieder in Schuss
zu bringen - so ähnlich, wie das bei der Eishalle vorher schon passiert war, nur da nicht
auf Initiative der Stadt, sondern auch noch gegen deren Widerstand.
Zur Familienförderung ließe sich ähnliches sagen: vom Umgang der Stadt in Sachen
KITAs und Hort bis hin zur kategorischen Ablehnung des Oppositionsantrags auf
Zuschüsse für junge Familien, die alte Häuser übernehmen, um zwei Probleme gleichzeitig
zu bekämpfen, das wäre mal familienfreundlich gewesen. Finanzielle Zwänge? Bei dem
Haufen Geld, der inzwischen für Asphaltverschönerung verschoben wurde, muss man
über diese recht kleinen Beträge nicht reden.
Heute fällt der Regen auf ein tristes Lauterbach und rauscht zwischen leerstehenden
Geschäften der Lauter zu, Vereine gibt es immer noch, doch sie kämpfen mehr denn je um
ihre Existenz, da die Hälfte ihrer Aktivitäten aus Mittelbeschaffung bestehen muss, und
statt auf Fachwerkhäuser, in denen junge Familien leben, fällt der Regen auf trostlose
Seniorenheime mit schlechtem Ruf.
Daher, liebe Freunde des gepflegten Witzes: Familienförderung und Vereinsförderung von
Seiten der CDU, also mit dem für sich werben, was man selbst abgeschafft hat: großartig!
Fast so, als würde die SPD mit Durchsetzungfähigkeit, die Grünen mit Bürgernähe oder die
FDP mit... mit irgendetwas für sich werben.
Danke, CDU!

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Logo 19. Februar 2016 ...Lauterbach ...
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Und endlich folgt Teil 3 (und wahrscheinlich der letzte Teil) der Wahlplakat-Analyse
zur anstehenden Kommunalwahl. Der Bordmaschinist der =TRITON= wollte eigentlich
noch die Plakate von zwei Parteien durch den Plakatoveromat (R) laufen lassen, die
Ergebnisse hier veröffentlichen und sich dann einweisen lassen, aber es kam dann
doch ein bisschen anders. Aber der Reihe nach.
Begonnen wurde mit der Partei, die in vergangenen Jahrzehnten eine gewisse
unrühmliche Rolle gespielt hatte und die viele schon verschwunden glaubten, die
meisten ihrer Mitglieder wechselten zur AfD bzw. erfanden diese Plage erst, die Rede
ist von der Partei, die ihr Wahlergebnis schon im Namen trägt: "Fast Drei Prozent"
(FDP). Irgendwo muss noch jemand von denen sitzen, der nicht mitbekommen hat,
dass längst alles vorbei und der Krieg lange verloren ist, und der hat noch Plakate
drucken lassen wie diese:

FDP Originalplakate.

"Neues Denken", na ja. "Denken" hätte uns schon gereicht, und das mit den Windrädern
hatten wir ja bei der AfD schon erklärt (s. letzter Funkspruch vom 13.2.). Dass man
ausländerfeindlich ist in der FDP wundert uns auch nicht, schließlich hat man ja die AfD
erfunden - aber dass man selbst die Ausweise von Ausländern nur mit Handschuhen
anfasst geht uns doch etwas zu weit. Was aber sagte der Plakatoveromat dazu?
Hier die erste Überraschung der aktuellen Überprüfung:



Hatten wir also durchaus recht mit unserer ersten Einschätzung - die Technik streikt und
weigert sich, wahrscheinlich hat der Relevanzsucher abgeschaltet. Und damit gut.

Blieb nun noch übrig, sich endlich mal mit den Plakaten von Bündnis 90/Die Grünen zu
befassen. Wenn der interessierte Triton-Lotse ausnahmsweise einmal von Richtung
Herbstein kommend nach Lauterbach hinein fährt, entdeckt er nach ca. 4 km und nachdem
er an gefühlt 150 CDU Plakaten, 110 SPD-Plakaten und noch 40 anderen vorbei gefahren
ist das erste Plakat der Grünen. Die üben sich in vornehmer Zurückhaltung, oder sie konnten,
da Grüne ja kein Auto fahren, den Kernstadtbereich nicht verlassen. Da aber endlich ist es,
das Plakat der Grünen:

Bündis 90/Die Grünen Originalplakat

Zunächst einmal keine Überraschung. Die Grünen - die meisten von ihnen sind Lehrer oder
andere Besserwisser - blicken wie gewohnt auf die anderen herab, hier vom Kirchturm aus,
und haben gleich mal mit ihrem Parteisymbol Sonnenblume alle jenen Häuser markiert, in
denen ihre Anhänger wohnen. Viele sind es ja nicht. Manche zelten sogar, auch das ist typisch
Grüne. Überraschend daran höchstens, dass da auch das Museum dabei ist, aber diese Frage
klärte sich rasch, als wir von gut informierten Kreisen erfuhren, dass das Lauterbacher Museum
bald mit einer Sensation aufwarten wird.
Es wird die vieltausend Jahre alte, mumifizierte Leiche des ersten Grünen der Weltgeschichte
ausstellen, der vor wenigen Jahren am "Alten Berg" (sic!) gefunden wurde und ein weitläufiger
Verwandter des berühmten Ötzis sein soll:


"Vollmi", Der erste Grüne der Weltgeschichte

Gut, das haben wir jetzt verstanden. Was würde wohl der Plakatoveromat (R) ausspucken,
wenn man das Grünen-Plakat durchlaufen ließe? Irgendwas mit "Unsere Stadt kann nicht
mehr"? Oder etwas dialektal "Unsere Stadt kann mer vergesse' "? Oder "Unsere Stadt
kostet mehr"? Am ehesten aber vielleicht noch: "Das könnt ihr aber besser, macht's nochmal!"
Als der Plakatoveromat (R) dann aber seinen Dienst wieder ordnungsgemäß versah, kugelte
sich die ganze Mannschaft der =Triton= dann doch vor Lachen auf den schmierigen Planken.
"Was für ein Witz!" oder "Hört hört!" brüllten sogar die Leichtmatrosen!

Schade nur, dass wir diesen Witz nicht veröffentlichen werden.
Wirklich schade.
Aber warum?
Das erklärt der Bordgeistliche von der =Triton= jetzt:

Manche Parteien haben zur Kommunalwahl nicht nur diese kleinen praktischen Plakate, die
man an die Laternen hängen kann, sondern auch vereinzelt mal eine große Plakatwand stehen.
Bei den meisten Parteien sieht diese Plakatwand in etwa so aus wie die kleinen Plakate auch.
Bei den Grünen sieht sie so aus:

"Na und?", werden Sie jetzt sagen. "Das erinnert ein bisschen an die aktuelle Plakatwerbung der
Sparkasse mit diesen Piktogrammen. Wahrscheinlich die selbe Werbeagentur, die eine Idee gleich
zweimal vertickt hat." Mag sein. Um aber den Grund zu erfahren, warum wir wegen dieses Plakates
auf die Veröffentlichung des Plakatoveromaten(R)-Outputs zugunsten der Grünen verzichten, muss
man etwas näher ran gehen.

Na, klingelts? Nein? Dann noch näher:

Ja, genau, das ist es: "Willkommenskultur". Die Älteren unter uns erinnern sich noch: als die
aktuelle Flüchtlingswelle anfing, war es das, was den Umgang mit Flüchtlingen prägte.
Menschen versammelten sich z.B. an Bahnhöfen und nahmen Flüchtlinge in Empfang. Aufrufe
zu Spenden für die Flüchtlinge wurden - auch in Lauterbach - übererfüllt. Viele Menschen
nahmen sich der teils traumatisierten und sicher desorientierten Flüchtlinge an und halfen mit
den Behörden, beim Deutschlernen und bei anderen Dingen. Man konnte tatsächlich eine kleine
Weile stolz auf unsere Gesellschaft sein.
Freilich nicht lange, weil viele andere Menschen sich bald gezielt, absichts- und planvoll aus
eigenen Interessen daran machten, das alles möglichst rasch mies zu machen, allen voran eine
Partei, die zum Glück nur in unserem südlichen Nachbarbundesland antritt. Aber auch die anderen
Parteien begannen (mit Unterstützung der Medien) rasch mehr oder weniger geschlossen, den
rechten Schreihälsen in unserem Land in die braune Körperöffnung zu kriechen, um ja keine
Wählerstimmen zu verlieren.
Nun scheinen die Grünen (abgesehen von einem schwäbischen Bürgermeister) tatsächlich die
einzige Partei zu sein, die auch im Wahlkampf noch offensiv und eindeutig für diese
Willkommenskultur eintritt und nicht duckmäusert. Eine Haltung, für welche die Grünen von den
Wählern am 6. März garantiert schon derart abgestraft werden, dass sich wenigstens =TRITON=
dazu entschlossen hat, achtungsvoll die Kapitänsmütze zu lupfen und auf den
Plakatoveromaten(R)witz zu verzichten.

(Trotzdem schade, der war wirklich klasse, hihihi...)

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Logo 13. Februar 2016 ...Lauterbach ...
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Hier folgt Teil 2 der Wahlplakat-Analyse zur anstehenden Kommunalwahl. Die Übermacht
der CDU-Plakate hat nun doch etwas abgenommen, vielleicht ist es doch nicht so schlau,
die Plakate dann zu hängen, wenn ein Sturmtief im Anzug ist...
Aber zunächst noch ein eine Nachbemerkung zum letzten Funkspruch vom 10. Februar.
Da ging es unter anderem um das Plakat der AfD "Naturschutz vor Windkraft". Der Output
des Palakatoveromaten (R) (siehe 10. Februar) hat in der Tiefenanalyse noch auf eine
Parallele hingewiesen. Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Plakate der AfD-Tanten-
partei NPD vor ein paar Jahren "Streuobstwiesen statt Dönerbuden". Merken Sie was?
Ja, ganau, die selbe Handschrift! Die Rechten versuchen bei Menschen mit ökologischer
Einstellung zu punkten, freilich ohne zu wissen, wovon sie reden. Der Streuobst-Vergleich,
der sich gegen die schröckliche Überfremdung durch Dönerbudenbetreiber richtete, setzte
sich natürlich nicht durch, weil 99.74 % der deutschen Bevölkerung und sogar immerhin noch
99,41 % der NPD-Sympatisanten, vor diese Wahl gestellt, immer die Dönerbude wählen und
hernach einen Obstler trinken würden. Der erfolglose NPD-Werbestratege ist nun AfD-Mitglied
geworden (wie so viele) und versucht abermals sein Glück. Solche Parallelen merken wir uns auch.

Zudem gibt es nun aber noch zwei Plakate, die der Bordmaschinist von der =TRITON= durch
den Plakatoveromat (R) laufen ließ. Da sei zuerst das Plakat von den Linken:

Die Linke Originalplakat:

und der Ausdruck des Plakatoveromaten (R):

Keine Überraschung, eigentlich. Wollen wir das?

Und nun endlich, man höre und staune, hat es auch die Stadt-SPD in Lauterbach
geschafft, Plakate zu hängen. Und was für welche! Da haben sich die Haupt- und
Profi-Wahlkampfstrategen mit den hellsten Köpfen der Partei zu einem Kreativteam
zusammen gefunden und wochenlang in einer abgelegenen Weingrotte getagt, sich
kräftig Mut zugesprochen, um einmal etwas ganz Verrücktes zu wagen, und heraus-
gekommen ist das da:

Da stehen sie, die fünf Spitzenpolitiker, bis zu den Knien in blauem Nebel (Lauterdunst
am Morgen?) vor einer verschlossenen Tür (wie symbolisch, wäre es die Rathaustür könnte
noch ein Schild daran hängen "Wir müssen draußen bleiben") und schauen so zuversichtlich
wie es ihnen möglich ist in die trübe Linse des Fotografen. Es sieht aus wie die goldene
Konfirmation mit Pfr. Habermehl vor der Frischbörner Dorfkirche. Überraschend dann aber
doch, was der Plakatoveromat (R) in diesem Meisterwerk abendländischer Plakatkunst
erkennt, der offenbar eher Inhalt und politische Situation in einer Weise einfließen läßt,
wie es uns Sterblichen kaum möglich wäre:

Es ist halt doch eine niemals endende Geschichte...

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Logo 10. Februar 2016 ...Lauterbach ...
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Endlich hängen die meisten Politiker. Und zwar auf Plakaten an unseren Bäumen und
Laternenmasten zur anstehenden Kommunalwahl. Die CDU hat Lauterbach quasi mit
einer Plakat-Tsunami überzogen, fast kein Baum oder Strauch ohne CDU Wahlplakat.
Ist man nervös? Im Eifer des Gefechtes achteten die fleißigen CDU Wahlhelfer offenbar
kaum noch, wohin sie die Pappdeckel hängen sollten und wo lieber nicht, um nicht
ausversehen mal das auszusagen, was Wahlplakate sonst nie aussagen: die Wahrheit.
So kam es zu dieser unfreiwilligen Selbstkritik:

Das Thema "Wahrheit und Wahlplakate" merken wir uns für später und bleiben noch
kurz bei Stilblüten, die mit der Assoziation des Betrachters eigenartige Sachen machen.
Das Plakat der Kreis-SPD zum Beispiel erinnert fatal an einen Holywoodfilm...

wird im Auge des Betrachters zu...

weil der Ausdruck überein stimmt.

Assoziationen zu Wahlplakaten merken wir uns für später, kommen wir aber nochmal
zum Inhalt, wo es einen gibt. Als Beispiel eignet sich da ein Plakat unserer
Lieblingspartei AfD:

Die AfD eine Umweltpartei, reiben sich da manchen ungläubig die Augen? Seit wann
denn das? Aber keine Sorge, die AfD ist natürlich keine Umweltpartei, und das Foto
haben die im Vorgarten ihres Schriftführers gemacht. Nein, das ist ja nur ein Plakat
nach dem Motto: "Nehmen wir etwas, wo die meisten schon irgendwie zustimmen
werden, und werben damit für uns, das passt schon", populistisch eben. So, diese
Absicht merken wir uns auch.

Nun hatte der Maschinist von der =TRITON= beim Schmieren des alten Dieselmotors
eine hübsche Idee, weil auch er sich die drei Dinge Wahrheit, Ausdruck und Absicht
gemerkt hatte, und erfand den Plakatoveromat (R). Der Plakatoveromat (R) sieht aus
wie ein Aktenvernichter. Da schiebt man oben ein Wahlplakat rein. Das allein würde
schon riesigen Spaß machen. Der Plakatoveromat (R) aber zerreißt das Plakat nicht
etwa in viele feine Streifen (das allein würde schon... lassen wir das), sondern druckt
unten das selbe Plakat wieder aus, nur "vero", wie der Italiener sagt, also echt, wahr,
mit dem wahren Inhalt, Ausdruck und der klaren Absicht, die wirklich dahinter steht.
Da gibt es spanndende Ergebnisse, von denen wir uns heute drei betrachten möchten.

1. Die Freien Wähler Originalplakat:

wird im Plakatoveromat (R) zu

Interessant, nicht wahr?

2. Die CDU Originalplakat:

wird im Plakatoveromat (R) zu

Hoppla! Dachten wir es uns doch. Und schließlich

 

3. Die AfD Originalplakat

wird im Plakatoveromat (R) zu

Eine tolle Erfindung, der Plakatoveromat! Und wenn der Maschinist noch Zeit
findet und noch andere Plakate kommen, kann es gut sein, dass er die auch
noch durchlaufen lässt. Das erspart weitere Wahlkampfveranstaltungen.

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Logo 28. Januar 2016 ...Vogelsberg ...
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Die Kommunalwahl rückt immer näher! Fast überall in Hessen ist schon plakatiert -
nur in Lauterbach passiert alles wie immer mit Verspätung. Das macht aber nichts.
Immerhin hat der mündige Bürger nun bereits in einem riesigen Papierhaufen aus
drei kostenlosen Werbezeitungen und den Katalogen diverser Möbelhäuser und
Discounter auch schon Muster seiner Wahlzettel zur Ansicht erhalten. Nein, liebe
Vogelsbergerinnen, das ist keine hübsche rosa Papiertischdecke (ca. 80 x 40 cm),
das ist der Wahlzettel für die Kreistagswahl!

Mehr so als Serviette zum Mundabputzen kommt da der Wahlzettel für die
Kreisstadt daher, interessanter Weise erfährt der Bürger hier auch die Berufe
der Kandidaten, für den Kreistag scheinen die keine Rolle zu spielen:

Nun wird ja in allen Medien immer wieder erklärt wie es geht mit den 37 Stimmen
für die Stadt und den 61 Stimmen für den Kreis, aber leider nicht vollständig.
Leider werden immer nur die ersten Beiden der drei Grundsätze erklärt: Kumulieren,
Panaschieren und Irritieren. =Triton= übernimmt daher freiwillig die Aufgabe, das
Irritieren zu erklären.
Grundlage für erfolgreiches Irritieren ist zunächst einmal zu panaschieren, d.h. also
nicht nur eine Liste anzukreuzen, sondern auch Einzelpersonen eine, zwei oder drei
Stimmen zu geben. Nun hat ja freilich jeder so seine bevorzugte Partei, manchmal
auch zwei, und meist auch eine Partei, die er so gar nicht leiden kann. Und hier fängt
es an, interessant zu werden.
Irritieren richtig gemacht: Ich verteile also meine Kreuzchen bei den Personen der
Parteien, die ich aus irgendeinem Grund für geeignet halte. Aber halt, nicht gleich
alle Stimmen verbrauchen! Denn nun kommts: von der Partei, die ich gar nicht leiden
kann, gebe ich drei Einzelstimmen dem, der als letztes auf deren Liste steht. So!
Prima irritiert!
Warum? Als letztes auf der Liste einer Partei steht immer der, den die Leute dieser
Partei selbst nicht leiden können. Deswegen haben die den ja so weit nach hinten
gesetzt. Bei der Kreistagswahl wäre das zum Beispiel für die CDU der Henrik
Lehneking aus Grebenau, über den niemals ein CDU-Mitglied ein gutes Wort sagen
würde. Fast schon ein rotes Tuch ist für die SPD-Genossen im Kreis der Ulrich Medeisky
aus Schotten. Bernd Ott aus Lauterbach wäre beinahe schon bei den Grünen heraus
geflogen, wenn jemand einen Grund dafür gefunden hätte. Ehrenfried Ramsch, ebenfalls
aus Lauterbach, bei den Linken ist ja wohl der Letzte, der auf der Liste steht. Dr. Bernd
Stumpf aus Kirtorf für die FDP - denjenigen, die ihn kennen müssen wir ja nichts erzählen
(zumal wir ihn selbst nicht kennen). Bei den Freien Wählen ist Stefan Fuchs aus Freien-
steinau die meist gemiedenste Persönlichkeit, und was werden die sich fuchsen, wenn der
auf einmal ganz nach oben auf die Liste gewählt wird und vielleicht noch vor Wilhelm Fritz
Weißhuhn aus Homberg in den Kreistag einzieht. Der Fraktionsfrieden ist sabotiert - und
damit das Ziel des Irritierens erfüllt! Und zuletzt bei der AfD, da...
Halt! Hier lauert eine böse Falle, über die außer =Triton= noch niemand aufgeklärt hat.
Die Liste der AfD beinhaltet ja nur acht Namen! Da funktioniert das Irritieren leider nicht.
Also Finger weg! Außerdem sind das ja ohnehin alles Leute, die man hervorragend wählen
kann, weil ihre Namen ja dafür bekannt sind, dass sie sich schon seit ewigen Zeiten aktiv
in verschiedenen Institutionen und Gremien für öffentliche Belage des Vogelsberges
eingesetzt haben. Also kann man die alle getrost wählen.
Nein? Nie gehört von denen?
Na dann nicht.

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Logo 13. Dezember 2015 ...Vogelsberg ...
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Der Kommunalwahlkampf hat begonnen! Hurrah! Die "Christlich Demokratische Union"
(CDU) Hessen hat als erste die Nerven verloren und mit dem Plakatieren begonnen.
Das sieht dann so aus:

Schön, nicht wahr? Und: Fast hätten wir Weihnachten vergessen! Danke, CDU!
Aber ganz unkritisch wollen wir auf der Triton das Plakat denn doch nicht sehen.
Was will es uns eigentlich sagen? Und ist es geeignet, die Wählerschaft der CDU
Hessen zu mobilisieren und alle anderen davon zu überzeugen, diesmal vielleicht
doch das Kreuz bei den Schwarzen... Na? Eher nicht. Aber warum?

Der Wahlkampfspezialist auf der TRITON weiß Rat!
0.) Das Plakat ist inhaltsleer - das ist der einzige Pluspunkt, denn so erkennt man
gleich, dass es von der CDU ist.
1.) Niemand identifiziert seinen kommunalen CDU-Abgeordneten mit einem
bekifften Rentier.
2.) Weihnachten ist längst vorbei, wenn das hessische Volk im März an die
Urne schreitet.
3.) Niemand glaubt der CDU, dass sie Weihnachten macht.

Wir sehen also in mehrfacher Hinsicht ein Authentizitäts-und Ehrlichkeitsproblem.
Denn eigentlich wollen uns die CDU-Strategen doch sagen, dass sie wieder gewählt
werden wollen in 2016. Dann sagt das doch auch! Direkt! Und wählt das Tier, das dem
kommunalen CDU-Abgeordneten entspricht!
Nur als Vorschlag hat daher der Phantomzeichner der TRITON einen verbesserten und
viel ehrlicheren Gegenentwurf zum adventlichen CDU-Plakat gemacht.
Viel besser als das Original findet das =TRITON=

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Logo 4. Dezember 2015 ...Vogelsberg ...
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Der Lauterbacher Zeitung entnahm der aufmerksame Leser gestern, dass die
Rebgeshainer Schützen eine tolle Veranstaltung hatten. Sie trafen sich zu einem
adventlichen Schießen (zu was denn auch sonst?) und maßen sich darin, Christ-
baumkugeln von Weihnachtsbäumen herunter zu ballern. Das ist doch einmal eine
klasse Idee, findet =TRITON=, und steuert deswegen auch gerne gleich ein paar
Weiterentwicklungen dazu bei. Wie wäre es zum Beispiel, eine Weihnachtskrippe
aufzubauen, und dann die friedlich davon grasenden Schafe... Peng! Oder die darüber
schwebenden Engel... Peng, klatsch!

König dieses adventlichen Schießen wird dann, wer den Stern von Bethlehem herunter holt,
Peng, wummms!
Tja, ihr lieben Menschen, da wundert ihr euch noch, dass es schwierig ist, Leute aus Afghanistan
oder Syrien in unsere Gesellschaft zu integrieren und ihnen unsere Kultur nahe zu bringen,
wenn das noch nicht einmal mit dem heimischen Stamm der Rebgeshainer nach 2000 Jahren
gelungen ist! So lasset denn alle einen fahren auf eure Hoffnung - Hosiannah!

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Logo 18. November 2015 ...Lauterbach ...
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Der Zerstörer TRITON war auf einer längeren Reise durch die Arktis, um eine Seeverbindung
nördlich des amerikanischen Kontinents zu finden. (Die Mission scheiterte wegen der zu
großen Hitze, die dort inzwischen herrscht.) Schon nach wenigen Tagen war die Funk-
verbindung abgerissen, doch nun ist das Schiff wieder in heimischen Gewässern und der
Bordfunker meldet sich auch mit neuen Nachrichten, die vom Ausguck erspäht worden sind.

Dem ersten, an Bord wieder verfügbaren Exemplar des Lauterbacher Anzeigers entnahm die
Triton-Mannschaft gleich, dass nun bald, genauer in der zweiten Dezemberwoche, die Straße
durch Blitzenrod wieder geöffnet werden soll. In der phänomenalen Bauzeit von nur 4,5
Monaten (für knapp 750 Meter Straße) sind dann dort die Kanalrohre ausgetauscht worden
(zum Vergleich: der Bau des Kölner Doms dauerte nur zwei Monate - was die Tiefbauarbeiten
betraf - und die 21.196,18 km der chinesischen Mauer wurden in der Zeit zwischen ca. 740
v. Chr. bis ca. 1400 n. Chr. erbaut - das sind stark gerundet 2.000 Jahre, also rund 10 km im
Jahr und 3 km in vier Monaten und damit trotz des unwegsamen Geländes und der ständigen
Angriffe mongolischer Horden noch etwa vier Mal so schnell wie die Kanalsanierung in Blitzenrod!).
Der Trick der Chinesen, den Archäologen nun durch neue Funde belegen können: sie ließen zwei
Maurerfirmen an den beiden Seiten der Mauer anfangen und aufeinander zu arbeiten, das halbiert
die Bauzeit. Schlaue Chinesen! Interessant, was die Archäologen noch heraus gefunden haben:
Zwischen 1125 und 1234, in der Jin-Dynastie, gingen die Arbeiten erschreckend schleppend voran.
Warum? Im damaligen Herrscherrat saß auch Me-Do, der eine Baufirma hatte, die immer Probleme
hatte, bei den wenigen Aufträgen durch den Winter zu kommen. So überzeugte Me-Do seine Mit-
dynasten, nur noch seine Maurer zu beschäftigen, die dann auch ordentlich trödelten, damit die auch
in allen Monaten genug Arbeit hätten und keine Kurzarbeit anmelden mussten. Die Dynastie bezahlts!
Aber Geschichte, das wissen wir, wiederholt sich ja nicht...

Die Torpedowerfer der Triton schwiegen nun auch eine Minute im Gedenken an die Opfer des
Terrors in Frankreich. Danach aber wurden dem Bord-Imam erstaunliche Dokumente vom französischen
Geheimdienst zugespielt. Offenbar hatten die Ermittler bei der Wohnungsdurchsuchung eines Täters
seinen Arbeitsvertrag mit dem IS gefunden, aus dem wir nun zitieren (übersetzt vom Bordfunker Ali
Kiloherz): "Aufgabenbeschreibung: Mehrfachmord mit anschließendem Feuergefecht. Entlohnung:
1.150,- irakische Dinar und ein gebrauchter Mercedes C-Klasse, vollgetankt ohne Winterreifen.
Zuspätkommen zum Arbeitsantritt wird mit Ehrverlust bestraft. Zum Dienst ist immer dieser dicke
modische Gürtel zu tragen mit dem roten Feierabendknopf." Triton meint: es wird höchste Zeit für die
Gründung einer Terroristen-Gewerkschaft. Wir brauchen die IG-ISIS! Oder Dschi-Had!
Auf den ersten landesweiten unbefristeten Terroristenstreik freut sich =TRITON=

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Logo 28. Juni 2015 ...Lauterbach ...
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Was bedeutet die Griechenlandkrise für Lauterbach? Diese Frage stellt sich
in der Tat, vor allem wegen der griechischen Siedlungen in unserer Region.
Wir erinnern uns: vor über 1000 Jahren verließen von ihrer Regierung
enttäuschte Griechen mit ihren Familien ihre angestammten Inseln Rhodos,
Samos und Lesbos und zogen in den Vogelsberg, wo sie die Siedlungen
Rudlos, Rimlos und Heblos gründeten. Spuren davon sind heute noch in der
Kunst und Kultur zu finden, zum Beispiel in der Bildhauerei.


Exilgriechische und originanalgriechische Statuen im
Vergleich - wer bemerkt den Unterschied?


Heute (nach dem Orakel der Gebietsreform von 1972) sind Rimlos, Rudlos und
Heblos alle Ortsteile von Lauterbach! Aus Heimweh errichteten die vogelsberger
Exilgriechen hier auch ihre eigene Akropolis als Regierungssitz - aber wie das so
ist bei Griechens: auch sie ist heute eine unbewohnbare Ruine:



Und wie im Mutterland der Griechen, so auch hier in der Exklave: alles pleite -
trotz Rettungsschirm! Sie richten wirklich alles zugrunde, diese Griechen!
Da nutzen auch die alten Denker nichts!


Versteinertes Rätsel der Kunstgeschichte:
Was denkt sich nur der "Denker von Lauterbach"?

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Logo 26. Juni 2015 ...Vogelsbergkreis ...
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Krieg im Vogelsberg!
Unser Kriegsberichterstatter am Ausguck der =TRITON=
berichtet live und in Farbe von den militärischen Auseinandersetzungen
zwischen den Landkreisen Fulda und Vogelsberg! Alle Hintergründe finden Sie
hier!

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Logo 12. Juni 2015 ...Lauterbach ...
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Kathastrophenserie an der Lauter! Doppelter Flugzeugabsturz und Schiff
gestrandet am gleichen Tag! Triton-Reporter liefert erste Bilder von
der Unfallstelle!

Dieser 12. Juni 2015 wird für immer im Gedächtnis der Lauterbacher bleiben!
Am selben Tag strandete der unter amerikanischer und deutscher Flagge
fahrende Frachter mit dem hoffnungsvollen Namen "Magistrat Lauterbachs"
am Riff vor der Mondanibrücke und droht jeden Moment in den Abgrund grissen
zu werden! Nur wenige Meter entfernt stürzten die am Vormittag auf dem
Matthias-Rust-Flughafen Wernges gestarteten und offenbar über der Lauter
kollidierten (oder abgeschossenen?) einmotorigen Passagiermaschinen
"D-KULTUR" und "D-SOZIAL" ab und krachten in die schwer begehbare Südmauer
der Lautereinfassung. Für die Piloten dürfte jede Hilfe zu spät kommen.

Noch vor Eintreffen der Bergungsmannschaften gelangem dem Triton-Reporter
diese erschütternden Bilder. Immerhin konnt sich die Mannschaft des in Seenot
geratenen Frachters retten - oder war sie überhaupt mit an Bord?
Unerschütterlich trotzt nur der Kapitän dem grauenerregenden Abgrund, der sich
vor ihm auftut.

Lange wird das Schiff sich kaum noch halten können!

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Logo Anfang Juni 2015 ...Lauterbach ...
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Was dem Münchner sein Oktoberfest, das ist dem Lauterbacher der Prämienmarkt.
Im Lauterbacher Anzeiger ließ sich Bürgermeister Vollmüller zitieren, der
Prämienmarkt sei ein Dokument "Lauterbacher Lebensart". Damit hat er freilich
recht - auch wenn sich das, was er damit meint, nicht im Geringsten vom dumpfen
Festgetümmel an anderen Orten unterscheidet. Wir wollen es genauer wissen, was
das bedeutet.
Alles beginnt mit der traditionellen Tierquälerschau auf der Bleiche, bei dem Landwirte
von nah und nicht ganz so nah ihre Tiere prämieren lassen, woher das Fest seinen
Namen hat. Der unbefangene Beobachter (es gab allerdings erfreulich wenig Zuschauer
bei dieser Perversität) konnte wieder einmal hautnah erleben, welch inniges Verhältnis
doch der Landwirt zu seinem "Viehzeug" hat. Vorweg Kühe und Rinder. Die stehen
stundenlang so kurz wie möglich angebunden am Gatter, bis sie mit Ziehen und Tritten
auf die Wiese gezwungen werden, wo sie der Jury vorgeführt werden. Der "Moderator"
dieser abstrusen Show mit dem Humor eines Braunkohlebriketts wurde nicht müde,
verbale Vergleiche zwischen den Kühen einerseits und Frauen und Mädchen andererseits
zu ziehen und fand sich dabei urkomisch. Da schoss einem doch gleich die berühmte Lied-
zeile der Band "Hasenscheisse" durch den Kopf: "Dass Bauern dumme Tölpel sind ist
allgemein bekannt!" Nicht alle? Mag sein, aber die hier schon.

Zum Glück wenige Kinder konnten so "Natur" erleben: überzüchtete Milchkühe,
die aussehen, als hätte man über ein paar Dachlatten ein Fell getackert, aber mit
riesen-prallen Eutern, aus denen die Milch schon von alleine tropft (weil sie lange
nicht gemolken wurden, um optisch etwas her zu machen), breitbeinig staksend.

Nebenan im Kleintierzelt, überhitzt von der Sonne, schmorten Hasen und Hühner in
winzigen Drahtkäfige, schutzlos den Attentaten dummer Gören ausgesetzt, die sich
freuten, wie die Hühner flattern, wenn man gegen die Käfige schlägt. Auch Ziegen und
Schafe in winzigen Pferchen müssen es sich gefallen lassen, von allen Besuchern
angetatscht zu werden, weil sie nicht fliehen können.



Nicht viel besser geht es den doch stets so heiß geliebten Pferden, die endlose Wartezeiten
in den Transportern verbringen, bis sie endlich an die Reihe kommen und irgendwann wieder
abtransportiert werden. Ja, es stimmt, Tiere quälen gehört traditionell zur Lauterbacher
Lebensart.


Ebenso wie das Unterhaltungsprogramman der Bleiche und an den Bühnen rund
um die Mondanibrücke. Der Lauterbacher Rummelplatz ist seit 35 jahren nahezu
unverändert, teilweise noch die gleichen Maschinen, der gleiche dreckige Charme
des Asozialen. Es bleibt dem Betreiber dennoch völlig schleierhaft, warum er immer
weniger Zuspruch findet. Aber das interessiert uns nicht wirklich. Auch nicht die
neuen Kleider der Bierkönigen nebst Prinzessinnen, oben herum ein Dirndl, unten
herum eine Kellnerschürze, so wollen wir Frauen sehen! Lauterbacher Lebensart.

Das Sehrohr der Triton, aufgetaucht in der Lauter am See, musste diesmal den
Posauenchor Schwarz erblicken, der die "Wallenröder Dicke Lippe Kapell" abgelöst
hat. Fluch oder Segen? Egal, akustisch war kein Untershcied auszumachen bei den
Hits wie "Wir sind die Kinder von der Eger". Typisch Lauterbacher Lebensart eben.
Wer sich mühevoll davon erholt hatte, durfte dann am Dienstag Abend der Gruppe
Sixx lauschen, die seit gefühlt 150 Jahren mit exakt dem gleichen Programm und
den selben dämlichen Ansagen ("Hallo Lauterbach!" - "Seid ihr gut drauf?" - "Wo
sind eure Hände?" -- TRITON antwortet: "Kein Hallo zurück!" - "Auf der Palme, ja!"
- "An euren Hälsen, wenn das noch ein paar Jahre so weiter geht") den Lauterbacher
zur Extase treibt . Das Ganze in einer Lautstärke, dass an den nahe gelegenen Fach-
werkhäusern der Putz rieselt und die Scheiben zittern. Tags drauf ist diese Bühne
immerhin stillgelegt, dafür spielen am Graben gegenüber und auf der Bühne vor dem
Zahnarzt Fiekens zwar nicht mehr "Rainer stört", aber dafür andere, namenlose Rock-
bands die selben Stücke wie Sixx am Tag zuvor noch einmal.
Es gibt so viele grandiose Künstler, die gerne einmal auftreten würden - aber nein.
Die leidgeprüften Anwohner, die die Musik bis nachts um 1 Uhr, das Gegröle aber bis
um 4 Uhr hören dürfen, die aber eh nicht viel schlafen, aus Angst, dass ihnen allzu
dreist an die Hauswände gekotzt und gepißt wird, dürfen sich nebenbei schon auf
den nächsten Morgen freuen, "Fronleichnam", wenn die Jungs von städtischen
Bauhof wie immer gut gelaunt ihre motorgetriebenen Laubbläser anwerfen, früh
um Sieben! Hei wie das staubt und fliegt! Lauterbacher Lebensart!

Aber immerhin der Krämermarkt? Ja auch der: Lauterbacher Lebensart, und was man
dazu braucht. Utensilien für die rechtsradikale Gesinnung...

... und alles, was sonst ein fröhliches Fest ausmacht...

- neben -zig Sockenständen, solchen für Wachstischtücher und revolutionären
Gemüsereiben!

Aber TRITON ist ja nie nur negativ, und ein bisschen etwas ist ja noch übrig von dem,
was früher mal den Prämienmarkt ausmachte, damals in den goldenen 80er und
frühen 90er jahren, als die Weinkosthalle noch im Hotel Johannesberg war und sich
die Jugend auf der Gynasiumswiese traf, wo man im Rausch später Mozart-Arien aus
dem neusten Musiktheaterstück zum besten gab, wo man nachts dann sich an Feuerchen
aus Pizzakartons wärmte und dabei Freund- und Liebschaften schloss, wo die Stadt im
Meer von Illuminationslämpchen glitzerte und manch einer, zum Beispiel an der Cent,
seinen verwunschenen Garten öffnete, der mit Kerzen und Lampions in magisches Licht
getaucht war, und als irgendwelche Künstler frei ihren Beitrag zum Fest leisteten, ohne
angemeldet und perfekt ausgeleuchtet und verstärkt zu sein und als es allerlei verrückte
Aktionen gab (heute - in Absprache mit dem Festwirt - ist es nicht mehr erwünscht, dass
Aktivitäten außerhalb des Festplatzes stattfinden, es gibt dafür keine Genehmigungen mehr -
ein Fest der Bürger?) . Nachdem den Lauterbachern aber seit nunmehr zwei Jahrzehnten
der Gemeinsinn ausgetrieben wurde, ist vieles anders geworden und sie sind selten, die
magischen Prämienmarktmomente - doch der Eingeweihte findet sie. Bei Wein und Pasta
mitten im Krämermarkt in der Obergasse, oder beim Mampfen am Flammkuchenwerfer vor
dem Franzosenzelt, darinnen, wo es unglaubliche Oliven und feinen Wein gibt, bei Anblick
der Spiegelungen auf der Lauter, bevor das grelle und phantasielose Böllerfeuerwerk beginnt,


bei den "Geheimtipp"-Konzerten der Ensembles vor der Lauterbacher Musikschule
und nicht zuletzt im genialen Auftritt der "Jazz Hat's" vor dem Hohhaus, von mehr
als 200 Zuhörern begleitet ...

... ohne Bier- und Würstchenstand und unbeachtet von der örtlichen Presse - an
solchen Stellen findet man die Reste dessen, was der Bürgermeister leider nicht
meint, wenn er von "Lauterbacher Lebensart" spricht.

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Logo 12. Mai 2015 ...Lauterbach ...
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Diesmal bewusst OHNE BILD! Da haben wir doch alle in den letzten
Tagen in Lauterbach erleben dürfen, wie der Hessische Rundfunk
Filmaufnahmen in Lauterbach gemacht hat für sein Format "Herrliches
Hessen". Der investigative Heile-Welt-TV-Enthüllungs-Sender aus
Frankfurt hatte Lauterbachs greisen Fremdenverkehrsdirektor mit
Glasperlen bestochen, damit dieser veranlasst, dass das Rimloser
Backtrogrennen nachgestellt wird und sich die Wallenröder Blaskapell
mit dicken Backen, schmalen Wangen und dicken Lippen einstrümpfig
auf den Schrittsteinen positioniert und so tut, als ob sie bläst, damit
man das zuvor eingespielte Volkslied aus Lauterbach im Schwarzwald
"Scheppe Bah" unterlegen kann. Solche Berichte macht der HR seit
Jahrzehnten immer gleich, früher oft mit dem unsäglichen Duo Stier und
Scherenberg, die sich dafür immer kräftig mit Salzekuchen und Kümmel
bewirten ließen. So wird sowohl vom Fremdenverkehrsverein als auch
vom HR immer wieder dafür gesorgt, dass man sich andernorts die
Vogelsberger und speziell die Lauterbacher als trachtentragende
Dinosaurier vorstellt, die tagsüber bei ewigem Sonnenschein und ewig
blühenden Geranien brauchtümelnd mit dem IQ eines Beutelches durch
ihren Ort mäandern (so wie die Afrikaner eben trommeln und nackt
tanzen, die Eskimos mit Speeren auf Robbenjagd gehen, die
US-Amerikaner mit Lederhüten auf buckelnden Pferden durch die Prärie
reiten etc. pp.) - und das ist auch gut so, findet der Gleichstellungs-
beauftragte von der =TRITON=, denn es ist die schreckliche Wahrheit,
die hier enthüllt wird! Danke, HR!

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Logo 3. Mai 2015 ...Lauterbach ...
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Wer kriegt den Zuschlag?
Dem Lauterbacher Anzeiger entnahmen viele Vogelsberger gestern, dass
jeder LA Leser - "auch die außerhalb Wartenbergs", an einem Gewinn-
spiel teilnehmen können, bei dem man ein Frühstück mit Wartenbergs
Bürgermeister Dr. Olaf Dahlmann gewinnen kann. Dass der LA auf so
etwas kommt wundert uns kaum, dass Herr Dahlmann so billig zu haben
ist schon eher, aber gut. =Triton= schlägt nun natürlich sofort vor, dass
Lauterbach so etwas auch braucht. Nur: Bei uns müssen Sie keine schweren
Fragen beantworten, wie im Falle Dahlmanns, à la "was sind die Zutaten zu
einem Ploatz" - das wäre für Lauterbacher zu einfach, à la "Was befindet sich
in einem Beutelche". Natürlich keine Eier! Daher passt =Triton= das Glücks-
spiel regional an: jeder, der bereit ist, mit Bürgermeister Rainer-Hans
Vollmöller zu frühstücken, erhält Wahlweise ein Jahresabo des Lauterbacher
Anzeigers, einen goldenen (!) Eierlöffelverlängerer oder einen handlichen
Kurvenschneider! Rufen Sie an! Bitte! SOS auf der =Triton=

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Logo 2. Mai 2015 ...Wallenrod ...
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Erstaunlich! Die Menschen in Lauterbachs Ortsteil Wallenrod
wollen keinen Verkehr! Deswegen wollen sie auch so manches
andere nicht, zum Beispiel auf keinen Fall eine Biogas-Anlage,
die sie zärtlich "Monster-Biogasanlage" nennen. Ihre drögen
Ortseingänge haben sie mit obigen Bildern geschmückt,
stilistische Anregung fanden sie in den alten Schildern ihrer
Eltern "Wallenröder! Kauft nicht bei Juden!", die noch in ihren
Keller lagen. Verteufelung und Ablehnung haben nämlich
Tradition in jenem unbesungenem Nest. Unvergessen der
legendäre Widerstand damals in den 1980er Jahren gegen die
Ansiedlung von Pepe Cavallos "Pizzastube". - "Wir wollen
keine Monster-Pizza" und "Rettet das heimische Schnitzel"
waren damals die Schlagworte, die den fremdländischen
Okkupator in die Fucht schlugen und das Dorf Wallenrod rein
hielten. Nun aber die Biogas-Analge. Sie darf nicht kommen,
niemals, schon weil das Restsubstrat der Vergärung dann auf
den Feldern ausgebracht werden könnte und die Nitratbelastung
der Böden erhöhen könnte, gab der Ortslandwirt zu bedenken,
der gerade noch rechtzeitig vom Güllespritzen zur Bürger-
versammlung gekommen war. Die Bauern könnten zudem dann
mit Geld gezwungen werden, Mais für diese Anlage anzubauen,
die irgendwann doch nicht nur mit Grünschnitt funktionieren
würde. Überhaupt der Grünschnitt, der würde dann ja wohl mit
LKWs heran geschafft, die wiederum könnten ortsübliche Laub-
sauger und Rasenmäher übertönen und die Dorfjugend ausbremsen,
wenn die mit getunten Golf GTIs die Landstraßen unsicher macht.
Aber: Wallenrod hat nun einmal ein Gewerbegebiet! Ein Gewerbe-
gebiet ist ein extra erschlossenes Gebiet, in dem sich Gewerbe,
Handel und Industrie ansiedel soll. Wir wollen ja auch alle Arbeits-
plätze und dass die Jugend nach ihrem Schulabschluss nicht
zwingend wegziehen muss, weil man im Vogelsberg nur Gülle-
spritzer, Kurvenschneider, Honigmacher und Marmeladekocher
werden kann. Aber welche Industrie passt zu Wallenrod? Diese
schwierige Frage haben nun Lauterbachs Bürgermeister Vollmöller
und der Regierungspräsident in Gießen an die Technische Universität
in Darmstadt übertragen, die Jungs dort können knifflige Fragen
lösen. Nun liegt das Ergebnis vor in Form einer Aufstellung von
Kriterien, die erfüllt werden müssen, damit ein Werk sich in
Wallenrod ansiedeln kann und von der Bevölkerung akzeptiert wird.
Es sind nur 9 Punkte:

- Kein Bedarf an Gebäuden, die größer sind als die Garage des Ortsvorstehers
- Kein Ausstoß von irgendwelchen Abgasen
- Der Betreiber muss evangelisch sein
- Es dürfen keine Geräusche von der Anlage ausgehen die lauter sind als ein Rasenmäher
- Es müssen zahlreiche hoch dotierte aber nicht qualifizierte Arbeitsplätze entstehen
- Es darf nichts produziert werden, das irgendeinem Bekannten eines Wallenröders Konkurrenz macht
- Die Landwirtschaft muss ihr Monopol auf Giftaustrag in die Natur behalten
- Es dürfen keine Fahrzeuge An- oder Abliefern
- Arbeitskräfte erhalten kein Anrecht auf einen Sitzplatz in der Dorfkneipe

Da gibt es bundesweit nur eine Branche, die alle diese Kriterien
erfüllt. Erfreulicher Weise ist =Triton= an einem solchen Werk
sogar mehrheitlich beteiligt! Und so freuen wir uns wie Bolle
auf die Eröffnung der ersten Vogelsberger Witzfabrik in Wallenrod!

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Logo 20. April 2015 ...Lauterbach ...
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Die Angst geht um in Lauterbach. Nachts werden die Gassen verrammelt, wie
hier die Türmergasse, durch die keiner mehr türmen soll. Im Hintergrund die
Bretter-Barrikade rund um die Container-Siedlung auf dem Marktplatz - hier
hausen die aus dem Rathaus vertriebenen Kommunalpolitiker und versuchen
verzweifelt zu überleben. Selbst der Vogelsberg-Vogel auf der gefesselten
und entästeten Eiche wirkt versteinert. Und über all dem schwebt bedrohlich ein
gelbes Vogonen-Raumschiff, das droht, den Vogelsberg zu zerstören, um
Platz für eine Hyperraum-Raststätte mit WC zu machen. Kein Wunder, dass sich
kein Mensch auf die Strasse traut nach 22 Uhr. Das Ende naht!

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Logo 13. April 2015 ...Lauterbach ...
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Verschiedenen Presseorganen, ja sogar dem Fernsehen (bis hin zum 3.
Programm des MDR) war vor kurzem Unglaubliches zu entnehmen - viele
hielten es zuerst gar für einen Aprilscherz: Bauer Hamel aus Storndorf
plant den Anbau von Trüffeln im Vogelsberg! Eine kreative Geschäftsidee,
mit der Landwirtschaft richtig attraktiv werden könnte und mit der man
richtig viel Geld verdienen könnte! Kein Wunder, dass Ruckzuck die
Nachahmer wie Pilze aus dem Boden schießen. Schon gibt es zahlreiche
Ideen wie Alsfelder Ananas, Oliven aus Ohmes, Datteln aus Dirlammen
oder Cannabis aus Schlechtenwegen - na ja. Aber wie meistens hat unsere
Kreisstadt wieder einmal die Nase vorn. Bürgermeister Rainer Hans
Vollmöller lässt sich nämlich gerne kompetent beraten, und was lag da
näher, als die Offerte seines kolumbianischen Amtskollegen Paolo di
Vento-Sacco anzunehmen und sich von ihm eine Plantage im Lauterbacher
Stadtwald für nicht einmal 300.000,- € anlegen zu lassen. Hier sehen Sie
Rainer Hans Vollmöller stolz die ersten Ergebnisse in Augenschein nehmen,
und zwar auf seiner Plantage mit original Lauterbacher (hellgrünen, noch
unreifen) Lakritzstangen! Bald schon soll große Ernte sein!

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Logo 9. April 2015 ...Lauterbach ...
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Lauterbachs Fremdenverkehrsdirektor, der zugleich der älteste
amtierende Fremdenverkehrsdirektor der Welt ist, Kurt Habicht,
war im letzten Sommer in Brasilien zur FIFA-WM. Dort hatte er
eine... Erscheinung? Erleuchtung? Oder sollen wir sagen, eine
Vision? Beim Anblick der gigantischen Jesus-Statue von Rio de
Janeiro machte es bei ihm klick: eine Giga-Statue lockt unglaublich
viele Touristen an. In Hessen gibt es so etwas zwar schon, zum
Beispiel der Herkules in Kassel und das Niederwald-Denkmal, die
siegreiche Germania bei Rüsselsheim am Rhein, aber im Umkreis von
100 km von Lauterbach eben nicht. "Das ist es", dachte der Mann,
der schon so viel für Lauterbach zu tun vorgehabt hat, "wir bauen
in Lauterbach auch so etwas - und die Alsfelder werden erzittern!"
Dem Bordfunker der Triton ist es gelungen, sich in den Computer
einzuhacken, den Habichts zweitjüngster Urenkel für ihn bedient,
und daraus das Projektfoto für das 35-Meter-Denkmal auf dem
"Alten Berg" zu kopieren:



=Triton= sagt: aber gerne doch, aber wenn, dann auch wie in Kassel mit
Wasserspielen - der Auslaufstutzen ist ja schon eingeplant!

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Logo 1. April 2015 ...Lauterbach ...
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Rainer-Hans Vollmüller hatte es bei seinem Amtsantritt vor
nunmehr 19 Jahren sinngemäß so angekündigt. „Wir machen
die Verwaltung so schlank, dass eine Verwaltung mit drei
Mann von den Bermudas aus möglich ist!" (Nein, das hat
jetzt nichts mit dem Kino-Film "Der dritte Mann" zu tun!)
In der ihm eigenen Schnelligkeit hat er diese Ankündigung nun
wahrgemacht und ist von dannen. Wer das leer geräumte Rat-
haus sieht, reibt sich verwundert die Augen. Hat sich die Ver-
waltung aufgelöst? Wie Triton aus Insiderkreisen ermitteln
konnte: Nein, mitnichten. (Wer hat hier eben "schade" ge-
rufen? Wer? Vortreten zum Kielholen!) Nur wurde mal eben
der Schutzschirm gegen den Sonnenschirm getauscht.
Sämtliche Rathausmitarbeiter sind nach Malle umgesiedelt
worden. Sand statt Kopfsteinpflaster, Sonne pur statt
Schneematsch im April. Man sieht ihm die Freude richtig an auf
dem Bild, das unser Bord-Paparazzo gerade erst geschossen hat.
Man sieht auch gleich, wie gut der versierte Politiker sein Um-
feld wahrnimmt und seine Handlungen darauf abstimmt.



Nur 2,5 Mio € kostet die Umsiedlungsaktion, also noch ein-
mal deutlich günstiger als die ursprünglich geplante
Rathaus-Sanierung. „Momentan allerdings", so läßt sich
der Rathaus-Chef höchstpersönlich zitieren, während er an
seinem Sangria-Eimer nippt „sind wir noch dabei, die
Technikstrukturen zu schaffen, um von hier aus auch
tatsächlich unser schönes Städtchen Lauterbach verwalten
zu können. Hier sehen wir noch Umsetzungsschwierigkeiten.“
Ein Umschulungsversuch für mallorquinische Bäcker schlug
nämlich fehl, so wird jetzt über Salzekuchenimporte nach-
gedacht. TRITON beteiligt sich freiwillig an diesen Hilfstrans-
porten, die UN-Rettungsaktion läuft unter dem Decknamen
Arrividerci Hans!

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Logo 30. März 2015 ...Lauterbach ...
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Bedeutender Kunstpreis für den Lauterbacher Strolch-Oster-
Brunnen
! Bei dem internationalen Wettbewerb "Grand Prix
des Monuments incrédible", der alle 10 Jahre mit viel Promi-
nenz in Cannes vergeben wird, erhielt das Lauterbacher
Meisterwerk, eine gewagte Kombination aus der Statue "Die
Leiden des jungen Strolchs" von Käthe Kollwitz und der
Installation "Eierhaube auf Abwegen", eine Arbeit aus dem
Alterswerk von Maitre Knut Habicht , den begehrten Sonderpreis
"La fontaine des demeurés" zugesprochen. Die Nachricht über
die undotierte Ehrung erreicht die Lauterbacher Kunstgemeinde
erst morgen auf dem Postweg, aber Triton verfügt nun mal über
beste Beziehungen ins benachbarte Ausland. Verbunden ist der
Preis mit einer zusätzlichen Gestaltungsidee, nämlich der einer
neuen Identifikationsfigur für die Vogelsberger Kreisstadt. So
könnte es in Zukunft heißen: Der Lauterbacher Strolch war
gestern! Und in Zukunft feier wir...

... den Lauterbacher Eiermann!

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Logo 30. März 2015 ...Vogelsberg ...
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Der lokalen Presse entnahmen wir heute, dass sich im Vogelsberg
ein neues Bündnis formiert hat. Es hat offenbar noch keinen Namen,
aber da können wir helfen. Wie wäre es mit VOGESS? Das heißt nicht
etwa "VOGElsberger für Stefan Schmelz" - den Begründer der neuen
Initiative, sondern "VOgelsberger GEgen Sich Selbst".
Nur dann verstehen wir, was die ländlichen Wutbürger fordern, deren
Wut sich gegen alles richtet: Europa, Bund, Land, Bürgermeister, kurz:
die Welt. Und damit auch gegen sich selbst! Und recht haben sie!
Es ist schlimm!
Schlimm nicht nur, dass Vorschriften, wie zum Beispiel Umweltvor-
schriften, auch für den Vogelsberg gelten sollen, wo wir hier doch
jahrhundertelang gut ohne ausgekommen sind. Schlimmer, dass die
Vogelsberger Rathäuser gar nichts mehr selbst entscheiden dürfen vor
lauter Vorgaben, und dann ihnen noch nicht mal jemand sagt, wo man
den Klärschlamm entsorgen soll. Selbst entscheiden, eigenverantwortlich?
Was nun... Hä? Lassen wir das. Nächstes Beispiel.
Schlimm auch, dass durch die demographischen Entwicklungen die Orts-
kerne verwaisen. Niemand wohnt mehr in der alten Fachwerkbruchbude
der Eltern, wundern sich die Bündnisbürger in ihren schmucken Neu-
bauten am Ortsrand mit 40 qm Wohnzimmer und Kakteenfenster und
Doppelgarage. Und dann der Denkmalschutz! Furchtbar! Dabei sind die
Hohlblocksteine im Baumarkt gerade im Angebot!
Schlimm überhaupt diese demographische Entwicklung! Aber lieber Aus-
sterben, als diese Städter hier aufzunehmen, die "naturnahe Erholung"
wollen. Städter! Ha! Diese Menschen sind Fremde! Mit einer ganz anderen
Kultur! Die sich nicht eingliedern wollen! Sie kommen aus Frankfurt!
Wutbürger des Vogelsberges! Der Rettungsbootaufbläser der =TRITON=
steht auf Eurer Seite!
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Logo 30. März 2015 ...Freiensteinau ...
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Ein mongolisches Sprichwort lautet: "Wer die Wahrheit sagt,
braucht ein schnelles Pferd". Dass dieses Sprichwort auch im
Vogelsberg gilt musste nun Frau Dr. Kristina Stabernack er-
fahren. (Aber die hat bestimmt ein paar schnelle Pferde,
mit denen sie immer zum Golfen reitet...) Die Urenkelin des
Firmengründers der Firma Stabernack (Verpackungen), heute
STI (Displays), Gustav Emil Stabernack, sieht sich absolut nicht
nachvollziehbarer Kritik ausgesetzt. Warum? Nun, die Firma
STI plant, in ihrem Werk in Freiensteinau zahlreiche Mitarbeiter
zu entlassen - meist muss man von Mitarbeiterinnen sprechen,
weil es häufig Frauen sind, die dort an den Maschinen stehen,
welche Pappschachteln und ähnliches produzieren. STI will sich
also von vielen dieser Frauen trennen, dagegen protestierten
diese, und Kristina Stabernach sprach ihnen Mut zu. Das mache
doch gar nichts, sie könnten doch in Zukunft "Marmelade kochen
und Honig machen". (Das summt uns zwischen den Ohren! )
Gute Idee das, eigentlich. Eigentlich hatte Frau Stabernack aber
wohl noch nie so recht verstanden, warum diese Frauen Tag für
Tag in ihr Unternehmen kommen und dort Pappen schieben.
Macht das denn Spaß? Haben die kein anderes Hobby? Das fragte
sich Frau Stabernack seit Jahren. Nun wollte sie den armen phan-
tasielosen Landfrauen mal helfen, sich eine neue Freizeitbeschäf-
tigung zu suchen, von alleine kommen die ja auf nichts. Da sie aus
einer Familie kommt, in der schon immer Marmelade und Honig
flossen, lag nichts näher, als den Landfrauen dieses nette Hobby
nahe zu legen. Damit kriegt man prima die Zeit herum, während
der Mann den Astra tuned oder das Unkraut vergiftet. Doch, Frau
Stabernack kennt sich aus in der Lebenswirklichkeit ihrer
Mitarbeiterinnen.
Früher, ja früher, da fühlten sich manche Unternehmer noch ver-
antwortlich für ihre Belegschaft. Heute längst nicht einmal mehr für
ihre Produkte. Und da Frau Stabernack ihr Leben nun einmal dem
Wichtigsten geweiht hat, was sie in ihrem Leben je sah, nämlich
der Pappschachtel, kann sie sich ja eigentlich auch nicht um alles
kümmern. Frauen, die sich keine Köchin leisten können, gehören
ohnehin an den Herd, findet die sympathische Unternehmerin. Die
anderen Hobbys, die man im Vogelsberg ausüben kann, sind nichts
für Freiensteinauerinnen, das hat Frau Stabernack gut erkannt:
Gülle pumpen und Kurven schneiden, das machen ja schon all die
anderen.
Darum sagen wir: danke Frau Stabernack! Dafür, dass Sie sich noch
Gedanken um die Freizeitgestaltung ihrer Mitmenschen machen.
Und weil dieser Artikel nun schon zu Ende ist und wir ihn mit einem
Sprichwort begonnen haben, wollen wir ihn auch mit einem Sprich-
wort beenden, einem alten deutschen Sprichwort, das ansonsten gar
nichts mit mit dem Artikel zu tun hat:
"Wenn Arronganz auf Dummheit trifft, dann knallt es laut auf jedem
Schiff", feixt der Kanonier von der =TRITON=

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Logo 22. März 2015 ...Rixfeld ...
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Nachtrag zum Thema Windkraft (s. Beitrag vom 10. März,
Frischborn). Nicht nur in Frischborn prangt so ein Schild am
Ortseingang, sondern auch in Rixfeld. Während aber die
Frischbörner noch eine politische, wenn auch gewagte These
aufstellen ("Es reicht" - also genug Strom) sind die Rixfelder
deutlich ehrlicher. Unter einem ähnlichen Symbol wie in
Frischborn steht in fetten Lettern "Stop für Rixfeld!" Endlich
gesteht es eine Dorfgemeinschaft mal ein: Überall sonst gerne
- nur nicht bei uns! Die Welt ist uns scheißegal, aber unsere
Aussicht nicht! Bravo für diese Ehrlichkeit, lobt da der Planken-
schrubber von der =TRITON= .................................

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Logo 21. März 2015 ...Lauterbach ...
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Der Lokalpresse entnahmen wir vor wenigen Tagen, dass die Lauterbacher Stadtwerke eine "Event-Sauna" bauen wollen.

Eingeweihte wissen, dass unser Bürgermeister selbst gerne saunt (wenn das ein Verb ist)
und freuen sich entsprechend schon auf das Event zur Einweihung: Salzekuchensauna mit
Burgenkümmel-Aufguss. Prost Mahlzeit. Superspannend ist aber die Finanzierung dieses
neuen Wellness-Angebotes. Es wird keinesfalls aus den Zuschüssen der Stadt gebaut, nein,
wo denken Sie hin! Selbstverständlich wird es aus eigenen Mitteln der Stadtwerke gebaut!
Warum aber die Stadtwerke überhaupt noch städtische Zuschüsse aus Steuergeldern be-
kommen, wenn sie in der Lage sind, Lusttempel für die Lauterbacher Wasserdampfelite zu
errichten, wer kann das sagen? Aber einfach nur Schwitzen auf Fichtenbrettern - das war
früher und ist nicht mehr konkurrenzfähig. Was kann es in dieser Eventsauna nicht alles für
herrliche Events geben? Da schwärmt der Maat von der Triton jetzt bereits. Anschwitzen
der Bierkönigin? Strolchensauna, bei der jeder noch einen Strumpf anhat, mit anschließen-
dem Entenrennen im Abkühlbecken? Einen Vorschlag hat unser Maat zusätzlich parat, damit
es keinesfalls so aussieht, als würde hier wieder einmal nur die Klientel der Besserverdienen-
den bedient, während die schlichten Schwimmbad-Gänger das mit ihrem Eintrittsgeld
bezahlen: Die Lauterbacher Tafel-Sauna. Kleiderausgabe an Bedürftige, die dort beim An-
probieren nicht frieren müssen. Dazu ein Aufguss aus Öttinger-Pils, empfiehlt =TRITON=

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Logo 21. März 2015 ...Vogelsbergkreis ...
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Nicht einmal die Älteren unter uns erinnern sich noch.
Oder wissen Sie was das ist?

Das war früher einmal eine Möglichkeit selbst hierzulande Geld zu verdienen.
Diese Kiefer wurde so geritzt, um Harz zu sammeln. Strahlenförmig
laufen die Rinnen auf eine Mittelrinne zu, an derem unterem Ende ein Auf-
fangbehältnis befestigt wurde. Der Baum machte es voll. Die so gesammelten
Harze wurden an die chemische Industrie verkauft, weil sie für Farben und
Lacke Verwendung fanden. So ewig lang kann das gar nicht her sein, denn es
gibt hierorts noch viele solcher Bäume im Wald, wie hier in der Nähe von
Willofs und auch z.B. bei Rainrod. Inzwischen aber ist dies längst kein wirt-
schaftliches Verfahren mehr und die benötigten Stoffe werden synthetisch
hergestellt. Damit ging für die hiesige Landbevölkerung aber auch eine
Möglichkeit der Wertschöpfung verloren.

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Logo 18. März 2015 ...Vogelsbergkreis ...
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Wer rettet die Zukunft des Vogelsberges? Na? Wer?
Richtig, es ist Hessen-Mobil. Hessen-Mobil verplant Steuergelder, die sich
aufgrund des Aufdrucks auf den Geldscheinen (oder war es ein anderer
Grund? Ach, egal) nicht dazu eignen, zum Beispiel Kinderbetreuung, soziale
Leistungen, Sicherung der Kultur damit zu finanzieren, was wir ja alle eh
nicht wirklich brauchen, um sie stattdessen für den von allen begeistert
aufgenommenen Straßenbau zu investieren. Gott sei Dank! Denn was wird
dadurch aus unseren drögen Landschaften nicht alles! Nehmen wir nur ein
Beispiel: Die "Knöppsackkreuzung" bei Lauterbach in Richtung Dirlammen,
wo kurz außerhalb der Stadt die Straßen nach Frischborn nach Süden und
die nach Sickendorf nach Norden abzweigen, und wo es, die Älteren unter
uns erinnern sich noch, auch schon mal zu einem Unffall kam. So sah diese
armselige Kreuzung bisher aus:

(Vorher)

Nun investiert Hessen-Mobil rund 800.000 € (ein Betrag, der so lächerlich
ist, dass man solche Sachen wie den Stadtbus, Musikschulförderung, haupt-
amtliche Museumsleitung und das Defizit der Kinderbetreuung im Hort
kaum hundert Jahre lang tragen könnte) und macht daraus diesen schmucken
Verkehrsknotenpunkt, künstlerisch angelehnt an das Frankfurter Kreuz:

(Nachher)

Kein Vergleich, findet =TRITON=

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Logo 10. März 2015 ...Frischborn ...
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Irrer Erfolg der Frischbörner gegen die Übermächtige Windkraftlobby!
Nicht nur, dass jeder, der es sehen möchte, ebenso wie jeder, der es
nicht sehen möchte, in Frischborn seit kurzem schon am Ortseingang
gezeigt bekommt, dass es reicht (genug Strom, jawohl!), nein:
Zusätzlich erfuhren wir erst gestern aus der Lokalzeitung, dass die
Bürgerinitiative "Gegenwind" in Frischborn sage und schreibe 653
Unterschriften gegen Windkraftanlagen gesammelt hat - ob da nicht
die Frischbörner Kühe und Schweine mit unterschrieben haben?
Vielleicht. Aber der Widerstand der unbeugsamen Frischbörner hatte
Erfolg, wie Triton nun exklusiv und stolz vermelden kann: Es wird
keine Windräder um Frischborn mehr geben! - Und:

Frischborn bekommt sein eigenes Atormkraftwerk! Da ist der Jubel
groß im Vorzeigeortsteil Lauterbachs. Natürlich hatten die Frischbörner
auch Glück, dass diese Enscheidung nun so schnell zu ihren Gusnten
gefallen ist. Schon geographisch, weiß doch jedes Kind, dass AKWs
nur an Flüssen errichtet werden wegen des hohen Bedarfs an Kühl-
wasser. Gut, dass Frischborn im Delta der Flüsse Lauter und Mühlbach
gelegen ist und die Einspeisung somit kein Problem ist. Profitieren
wird auch die nahe flussabwärts gelegene Kreisstadt, weil die einge-
leiteten warmen Abwässer direkt für das Frei- und Hallenbad genutzt
werden können. Auch die Frage "wohin mit den abgebrannten Brenn-
stoffen" ist schon beantwortet, verfügt Frischborn mit dem bekannten
Steinbruch über eine hervorragend geeignete Endlagerstätte. In nur
knapp 40 000 000 Jahren kann dann dort auch wieder unbeschwert
gefeiert werden. Aber das von Windrädern unverschandelte Ortsbild
ist den Frischbörnern schon einiges Wert ("Hauptsach' schee!"), und
das das AKW Biblis gerade billig zu haben war, weil RWE bei der
Hessischen Landesregierung wegen deren Formfehlern beim Kern-
kraftausstieg noch etwas gut hatte, ging es nun schnell. Der Alternativ-
Vorschlag im Orstbeirat, Frischborn stattdessen ganz vom Strom-
netz zu nehmen, konnte sich nicht durchsetzen, und so sieht der
bislang dröge Anger der "Bruslöcher" doch auch gleich viel schöner
aus, findet der Ausguck der =TRITON=

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Logo 06. März 2015 ...Lauterbach ...
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Frühjahr im Vogelsberg

Ist‘s Winter, Frühling, Zwischending?
fragt sich nicht nur der Winterling
der seine gelbe Rübe reckt
während die Luft noch trübe schmeckt
Das Eis, der Schnee, die ganze Pampe
der Hut, der Schal, die dicke Wampe
sie künden von der Winterlast
noch fern sind Ros‘ und Seidelbast
Doch Winterling und Schneeglöcklein
die laden auf das Frühjahr ein
und wenn du wartest noch acht Wochen
kommt‘s mit Trarah herangekrochen

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Logo 24. Februar 2015 ...Lauterbach ...
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Vor kurzem wurde uns in der Presse erklärt, dass der Marktplatzbrunnen
auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Persönlichkeit abgerissen
werden könnte, um Baumaschinen freien Zugang zum Ex-AKA-Gebäude
zu verschaffen, das ja nun wirklich und sicher und tatsächlich saniert
werden soll. Es müsse freilich zunächst geprüft werden, ob dieser
Brunnen nicht mit staatlichen Fördermitteln errichtet worden sei und
es dann Probleme geben könnte, wenn der bald wieder abgerissen
würde. Das war die einzige Frage, die gestellt wurde. Grundstückseigen-
tümer in der Kernstadt mussten erst vor kurzem eine nicht unerhebliche
Abgabe leisten, weil die Altstadtsanierung abgeschlossen wurde, und
wenn man dann fragte, wozu das Geld denn ausgegeben worden sei,
wurden solche Verschönerungsmaßnahmen u.a. ins Feld geführt. Aber
so etwas ist zu lange her, um noch zu gelten. Jedenfalls erfuhr man in
der Zeitung nichts mehr über den Sachstand, ob der Brunnen nun weg
könne oder nicht - nun ist die Entscheidung offenbar gefällt. Denn just
am heutige Tage rückte das gelbe Baugerät der städtischen Baufirma
Metzendorf (von welcher auch sonst) auf dem Marktplatz an und riß den
vorderen Teil des Brunnens weg. Schade drum, werden höchstens die
Kinder finden, die im Sommer dort toben konnten, während ihre Eltern
Eis schleckten - die wären in Zukunft eh zu laut gewesen für die Edel-
mieter des neuen alten Hauses. Wir begrüßen jedenfalls diese Ent-
schlussfreudigkeit der Stadt in dieser Sache ausdrücklich. Am Ende
hätte sonst noch jeder ungefragt seine Meinung zu dieser intimen Maß-
nahme auf diesem privatesten aller Plätze in Lauterbach kund tun
können, das hätte nur Verwirrung gestiftet! Weiter so, findet offen-
sichtlich auch die Dame aus Ton auf dem verbliebenen Brunnenstück,
die dem Treiben mit demonstrativer Gelassenheit zusieht.


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Logo 18. Februar 2015 ...Lauterbach ...
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Aus der Presse erfuhren wir heute, dass die Adolf-Spieß-Halle in Zu-
kunft nur noch für den TUMABA (=TUrnhallen MAsken BAll) vom Turn-
verein Lauterbach (TVL) genutzt werden wird, dass stattdessen aber
das BZL (Bildungs- und Technologie-Zentrum für Elektro- und Infor-
mationstechnik Lauterbach) die Immobilie nutzen wird. Das trifft sich
gut, da können die Elektrotechniker gleich mal den Aufzug reparieren.
Die türkischstämmigen letzten Pächter der Turnhallengastronomie,
deren Lokal "1001 Nacht" vor kurzem wegen Unrentabilität schließen
musste, werden sich fuchsen. Mit dem, was man den Elektrotechnik-
Lehrlingen an Pizza, Döner und Flaschenbier hätte verkaufen können,
wäre die Rentabilität locker zu machen gewesen. Aber sei es drum.
In den letzten Jahren gab es immer wieder Zwist zwischen der Stadt
als Eigentümerin und dem TVL als Nießbrauchsrecht-Inhaber, wer denn
den Unterhalt der Halle tragen solle - ein absurder Streit, vergleichbar
dem Streit zwischen zwei Blinden, wer denn das Auto fahren soll.
Beide konnten es nicht. Mit der Neunutzung durch die Elktrotechniker
stellt sich nun allerdings auch wieder die Namensfrage. Als Turnhalle
trug sie den Namen von Adolf Spieß, einem der Erfinder des Schul-
turnens. Ist das nun noch zeitgemäß? Kaum, zumal Spieß im 19. Jahr-
hundert das Turnen nicht zuletzt wegen der Erziehung zu Gehorsam
und Disziplin (also jenen "Werten", die wenige Jahrzehnte später ganz
Europa in Schutt und Asche legten) und zur militärischen Ertüchtigung
propagierte. Und Hand auf's Herz: Wer von uns erinnert sich noch gerne
an das Schulturnen? Wer? Also! Weg mit dem Mann und seinem Namen,
und ein neuer her, der etwas mit den neuen Nutzung zu tun hat.
Wie wäre es also damit:

Michael Faraday (1791-1867) enteckte u.a. die elektromagnetische
Induktion (Elektromotor) und wäre ein gutes Vorbild für die Elektro-
lurche aus dem BZL. (Okay, er war Engländer, aber wer ist schon
vollkommen?) Populär ist er heutzutage durch den blitzsicheren
"Faraday'schen Käfig" - und das passt wieder sehr gut. Denn wenn im
Jahr 2016 die neue TUMABA-Kampagne beginnt und man die alte Halle
neu den "Faraday'schen Käfig" nennt, dann haben wir ihn endlich in
Lauterbach: den Käfig voller Narren! Helau! - Oh, pardon, es ist ja
schon Aschermittwoch!

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Logo 15. Februar 2015 ...Umgebung...
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Warum wir hier leben - Folge 1

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Logo 15. Februar 2015 ...bei Herbstein ...
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Segungen der Landwirtschaft. Weil wir (fast) alle meinen, jeden Tag
im Übermaß Fleisch- und Milchprodukte verzehren zu müssen, werden
auf unseren Flächen viel zu viele Tiere gehalten. Das ist freilich nicht
nur im Vogelsberg so. Die Bauern wissen oft gar nicht mehr, wohin
mit den Ausscheidungen. So verzieren Sie die Natur und Landschaft
mit teils gigantischen Misthaufen, gern auch mal leicht verschämt
hinter einer Hecke, wo sie ihre Inhaltsstoffe durch Regen oder Schnee-
schmelze von sich geben. Neben diesen Haufen bildern sich oft große,
braune Pfützen, fast Seen.

Von dort vereinigt sich die Brühe mit der restlichen Rinder- und
Schweinepisse (vulgo Gülle), die aus großen Anhängern auf die Wiesen
verspritzt wird, und fließt wahlweise ins Grundwasser, wo sie uns die
niedlichen kleinen Fäkalkeime ins Trinkwasser bringt, oder ins nächste
Fließgewässer, wo die Algen kräftig gedüngt werden. Ist das nicht
ganz wunderbar? Wem das nicht gefällt, der muss kein schlechtes
Gewissen haben: die Bauern sind schuld! Sollen sie doch Mist und
Gülle in die schwarze Tonne pumpen und von Veolia abholen lassen! .......

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Logo 14. Februar 2015 ...Wallenrod...
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Die Älteren unter uns erinnern sich noch, wie das war, als vor einigen
Jahren diskutiert wurde, ob das Monster-Sägewerk "Heggenstaller"
bei Lauterbach-Wallenrod (Bild aus dem Triton-Archiv) errichtet werden
solle oder nicht. Schließlich sollte das Werk nicht etwa in einem der
bestehenden Industriegebiete errichtet werden, sondern auf freier
Fläche. Kein Wunder dass sich dagegen Widerstand breit machte, und
zwar aus unterschiedlichen Gründen. Die einen bezweifelten, ob die
Investitionshilfen und Erschließungskosten jemals über Gewerbesteuer
wieder herein geholt werden könnten. Einige bezweifelten, ob dadurch
wirklich Arbeitsplätze in nennenswerter Zahl für hiesige Bürger ent-
stehen würden, und ob diese nicht anderswo verloren gehen würden,
weil mittelständische Sägewerke dann schließen müssten. Auch aus
ökologischer Hinsicht gab es Bedenken. Die Rede war vom besten
Ackerland in der Region, das geopfert werden solle, und von der Be-
lastung durch Holztransporte per LKW. Aber man zerstreute alle
Bedenken, zuletzt auch die der ökologischen Bedenkenträger: Das Werk
werde einen Gleisanschluss erhalten, das käme einer Bestandsgarantie
für die Vogelsbergbahn gleich. So, das ist nun einige Jahre her.
Arbeitsplätze scheint es ein paar gegeben zu haben, wenn auch kaum
für die hiesige Bevölkerung - manche sagen, auch zu wenige quali-
fizierte. Der Gleisanschluss wurde nicht gebaut und ist, wie man heute
sagt, auch nicht sinnvoll, weil das überwiegende Holz aus zu großer
Nähe kommt. Das kann nicht überraschend kommen, man hat dies also
wohl nur ins Feld geführt, um den Widerstand totzureden. Und sollte es
jemand der geschätzten Triton-Leser schaffen, aus dem Lauterbacher
Rathaus eine klare und eindeutige Gegenüberstellung der Erschließungs-
kosten einerseits und der Einnahmen durch Gewerbesteuer andererseits
zu erhalten, dem geben wir höchstpersönlich einen aus. Man kann
davon ausgehen: wären dies erfreuliche Zahlen, sie wären längst
publiziert - so gibt es immer nur Ausflüchte. Nun könnte man sich aber
freilich fragen: warum sollten Kommunalpolitiker solch ein übles Spiel
spielen, es ist ja schließlich nicht ihr Sägewerk. Diese Frage aber kann
sich unseres Erachtens auch jeder selbst beantworten. ............................................................................

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Logo 14. Februar 2015 ...Lauterbach...
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Im Gegensatz zur Schiersteiner Brücke heißt es bei den Vogelsberger
Krötentunneln "Freie Fahrt" - oder besser "Freies Hupfen". Die Kontrolle
vor Beginn der Wanderungen zeigte, dass alle Bahnen passierbar sind.
Unbegrenzer Verkehr ist also möglich im Amphibienreich. ........

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Logo 13. Februar 2015 ...Lauterbach...
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Geisterfahrer auf dem Lauterbacher Marktplatz! Seit der Verkehrsdrehung auf dem Lauter-
bacher Marktplatz kommt es verstärkt zum Auftreten von Geisterfahrern. Die Polizei erwägt
nun den Einsatz von Reifenschlitzern im Bereich "Hinter der Kirche", um das Übel abzustellen. ....

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Logo 11. Februar 2015 ...Lauterbach...
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Der Kauf des Bahnhofsgeländes beschäftigt die Lauterbacher Politik.
An dem Tag, als viele schon glaubten, heute würde der Kauf endgültig
beschlossen, äußerten einige Kommunalpolitiker plötzliche Bedenken.
So zum Beispiel Dr. Jens Mischak (CDU), der sich am Vorabend der
Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, in der der Kauf hätte
praktisch beschlossen werden können, erstmalig das fragliche Gelände
ansah. Und was entdeckte er da? Nichts von dem, was er sich vom
Lauterbacher Bahnhofsviertel erwartet hätte: keine Bars, keine Sex-
shops, keine Damen in kurzen Röcken. Nichts als geschotterte Frei-
flächen! Warum soll man da kaufen? "Das Gelände sieht schlimmer aus
als ein Handgranaten-Wurfplatz", wird er in der Presse zitiert, als er
seiner Enttäuschung Luft machte. Das aber, Herr Dr. Mischak, ist nicht
richtig. Auf einem Handgranaten- Wurfplatz (das ist ein Platz, an dem
alles Mögliche kaputt gemacht wird) da sieht es viel, viel schlimmer
aus, wie jeder weiß.
Nämlich so:

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10. Februar 2015...Frischborn...
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Ein Sperber (Accipiter nisus) fing sich am Nachmittag eine Maus (Mus
musculus) und flog damit auf eine Kastanie, um sie dort zu verzehren.
Das nahm etwa eine halbe Stunde in Anspruch. Danach ruhte der
Greifvogel ein wenig, putzte sich den Schnabel am Ast sauber, ließ
einen großen, weißen Brocken fallen und zog schließlich weiter.